19 cm GESAMTLÄNGE | 3,8 cm WELLENMAUL |
Zange mit Wellenmaul, die dem Draht eines bereits gedrahteten Rähmchens wieder Spannung gibt: Jeder Druck formt eine Welle, die den Draht verkürzt und ihn straff zieht.
Rähmchendraht erschlafft nicht auf einen Schlag. Er gibt nach dem Einschmelzen alter Waben nach und wenn das Holz der Seitenleiste trocknet. Ein schlaffer Draht hält die Mittelwand nicht mehr: Die Wabe wirft sich, der eingelötete Draht löst sich und das Rähmchen kommt ohne Armierung in die Schleuder. Diese Zange behebt das direkt am eingezogenen Draht.
01 · FUNKTIONSWEISE
Der Draht ist an beiden Enden verankert und der Abstand zwischen den Seitenleisten liegt fest: Einmal eingezogen, holt Ziehen keinen Durchhang mehr heraus. Das Maul ändert stattdessen den Weg des Drahtes. Beim Schließen zwingen die gegenüberliegenden Zähne den Draht in eine Schlangenlinie, und dieser Zickzack braucht mehr Draht für dieselbe Strecke; die Länge, die die Welle schluckt, kommt aus dem Rest der Bahn, die dadurch straff wird. Die Verzahnung läuft über die ganze Maulfläche: Ein Druck wellt den gesamten erfassten Abschnitt.
02 · EINSTELLUNG
Am oberen Schenkel sitzt eine Schraube mit Kontermutter als mechanischer Anschlag: Je weniger sie heraussteht, desto weiter schließt das Maul, desto tiefer wird die Welle und desto mehr Länge verbraucht sie. Stelle sie an einem Drahtrest ein und kontere sie fest, sobald der Punkt sitzt. Bleibt die Bahn locker, drücke einige Zentimeter weiter ein zweites Mal; einen Weg zurück gibt es nicht, denn eine geformte Welle lässt sich nicht rückgängig machen. Zu kräftiges Drücken auf dünnem Draht kann ihn zerreißen oder die Seitenleisten nach innen ziehen.
03 · WANN MAN SIE EINSETZT
Die Reihenfolge lautet drahten, von Hand spannen, mit der Zange nachziehen; erst danach kommt die Mittelwand hinein und wird eingelötet. Am deutlichsten zahlt es sich bei wiederverwendeten Rähmchen aus: Nach dem Einschmelzen der alten Wabe hängt der Draht durch, und ein Druck je Bahn erspart das komplette Neudrahten. Gearbeitet wird Bahn für Bahn, im freien Feld und fern von den Ösen der Seitenleiste. Da sie am Draht und nicht am Holz arbeitet, spielt das Maß keine Rolle: dieselbe Zange passt bei Zander, Deutsch Normalmaß, Dadant oder Langstroth.
04 · VOR DEM KAUF
Sie ist kein Spanner für den Anfang: Der Draht muss eingezogen sein und schon etwas Spannung tragen, denn auf einer losen Bahn entsteht die Welle zwar, zieht aber an nichts. Sie bohrt nicht, drahtet nicht und lötet nicht ein — sie ist ein Arbeitsschritt, nicht die ganze Ausrüstung. Die Schraube ändert die Tiefe der Welle, nicht ihre Teilung, und sie ist es, die die Zange an verschiedene Drahtstärken anpasst: Der Hersteller stellt sie für stärkeren Draht heraus. Und jede Wellung verkürzt den Draht dauerhaft, weshalb die Zahl der Nachspannungen je Draht begrenzt ist.
| ✓ PASST | Bereits gedrahtete Rähmchen in jedem Maß: Zander, Deutsch Normalmaß, Dadant, Langstroth oder Layens. Die Stellschraube passt sie an die Drahtstärke an; der Hersteller stellt sie für stärkeren Draht heraus. |
| ✕ PASST NICHT | Stabilbau ohne Rähmchen, Kunststoffrähmchen mit angeformter Wabe und bereits in Wachs eingelöteter Draht: Dort reißt das Maul die Mittelwand auf, statt zu spannen. |
| LTA-Referenz | BR-11720 |
|---|---|
| Herstellerreferenz | 11720 |
| Typ | Drahtspanner-Zange mit Wellenmaul |
| Gesamtlänge | ca. 19 cm |
| Maulbreite | ca. 3,8 cm |
| Gewicht | ca. 280 g |
| Einstellung | Stellschraube mit Kontermutter; passt die Welle an die Drahtstärke an |
| Passend für | Jedes gedrahtete Rähmchen: Zander, Deutsch Normalmaß, Dadant, Langstroth, Layens |
| Nicht enthalten | Draht, Rähmchen und Mittelwände |
Technische Daten

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