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Imkerbekleidung
Die gesamte Schutzausrüstung in einer Kategorie: Anzüge, Jacken und Hosen, Schleier, Leder- und Nitrilhandschuhe, Stiefel, Gamaschen und Stulpen. Von 1,50 € bis 425 €.
Marke
Handschuh- und Anzugmaterial
Preis
-
1,00 € - 425,00 €
Kategorien
Wie man die Imkerbekleidung auswählt
Imkerbekleidung sollte nicht nur nach dem Preis oder aus Angst vor Stichen gewählt werden. Sie wird mit Blick auf Sicherheit, Komfort, Klima und Art der Arbeit gewählt. Zunächst empfehle ich meist einen Ganzkörperanzug statt einer einzelnen Jacke, weil er Knöchel, Taille, Handgelenke und Hals besser schützt, also genau die Stellen, an denen sich die Bienen gerne hineinschmuggeln. Ich würde auch auf den Stoff achten: 100% Baumwolle ist meist angenehmer und atmungsaktiver, was man an langen Tagen sehr schätzt; aber wenn du stark schwitzt, nimmt sie auch mehr Feuchtigkeit auf und kann schwer werden. Stoffe mit Polyester oder Polyamid trocknen meist schneller, halten dem Gebrauch besser stand und vertragen Wäschen besser, auch wenn sie weniger kühl sein können, wenn sie nicht gut konzipiert sind. Im Sommer oder bei vielen Völkern macht ein belüfteter Anzug einen enormen Unterschied.
Mein Rat ist, nicht nur auf die Dicke zu achten. Es gibt Details, die mehr zählen, als es scheint: zuverlässige Reißverschlüsse, gut schließende Klettverschlüsse, ein Schleier mit guter Sicht, eng anliegende Bündchen, geschützte Knöchel und stabile Nähte. Bei den Handschuhen ist es genauso. Die aus Nitril eignen sich sehr gut, wenn du Tastgefühl, Hygiene und Präzision suchst, aber sie schützen weniger vor Stichen, wenn sie dünn oder sehr eng sind. Die aus Leder, besonders aus dünnem Ziegenleder, bieten ein sehr gutes Gleichgewicht zwischen Schutz und Feingefühl; allerdings kann ein Stachel stecken bleiben, und man sollte sie kontrollieren. Für einen Anfänger würde ich Ruhe und Schutz bevorzugen. Für jemanden mit Erfahrung würde ich mehr Gleichgewicht zwischen Beweglichkeit, Belüftung und Tastgefühl suchen. Und wenn wir von der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) oder der Nestentfernung sprechen, würde ich keine normale Imkerbekleidung verwenden: dort braucht man speziellen Schutz. Gute Kleidung macht dich nicht zum besseren Imker, aber sie lässt dich ruhiger, sicherer und mit weniger Fehlern arbeiten.
Imkerbekleidung
Fünfundsiebzig Artikel für eine einzige Sache: dass nichts hineinkommt. Und die meisten Stiche trotz Ausrüstung kommen durch die Übergänge, nicht durch den Stoff.
Die drei Stellen, die schließen müssen
- Handgelenke — der Übergang Handschuh-Ärmel. Baumwollstulpen decken ihn für 8,75 €.
- Fußgelenke — der Übergang Hose-Stiefel. Eintrittsstelle Nummer eins beim Hinhocken, geschlossen mit Klett (8 €) oder Gamaschen (6,90 €).
- Hals — der Übergang Schleier-Anzug. Hier hilft kein Zubehör: entweder der Anzug schließt, oder er schließt nicht.
Wie sich die Ausrüstung zusammensetzt
Beginne beim Anzug: Hose einzeln ab 16,95 €, Jacke ab 28,50 € oder Ganzanzug ab 27,95 €, aus Baumwolle, Polyamid oder belüftetem Gewebe, je nachdem, wie viel Hitze du abbekommst. Der Schleier ist bei fast allen dabei und einzeln ab 8,90 €, falls du Ersatz willst oder den Hut mit Schleier bevorzugst.
Dann die Handschuhe: Leder gibt klassischen Schutz und Haltbarkeit; Nitril ab 2,75 € gibt Gefühl und wird oft gewechselt — beim Umgang mit Königinnen weiß man das zu schätzen. Und die Stiefel, die neben dem Schutz das Schließen des Hosensaums erlauben.
Was fast niemand kauft und sollte
Das Reparaturflicken-Set (1,50 €). Ein kleiner Riss im Schleiernetz zwingt zu keinem Wegwerfen, und ein gerissener Schleier ist genau die Stelle, an der keine Biene hereinsoll.
Und ein ehrlicher Hinweis: kein Anzug macht immun gegen Stiche. Belüftete senken die Hitze und damit Ungeschick und Hast, aus denen die Schrecksekunden entstehen, aber sie schließen gleich und wollen gleich kontrolliert werden.
Welche Eigenschaften muss Imkerbekleidung haben?
Imkerbekleidung muss Schutz, Tragekomfort und Haltbarkeit verbinden. Zu den wesentlichen Merkmalen zählen:
- Vollständiger Schutz: Sie bedeckt den ganzen Körper, um Stiche zu vermeiden, und besteht aus Materialien, die den Bienen keinen Zugang lassen.
- Widerstandsfähiges Material: robuste Gewebe und verstärkte Nähte, die Verschleiß und Hängenbleiben bei der Arbeit standhalten.
- Belüftung: Netzeinsätze an den entscheidenden Stellen, damit die Luft zirkuliert und es nicht zum Hitzestau kommt.
- Passform und Ergonomie: ein Schnitt, der Bewegungsfreiheit lässt und richtig sitzt, damit die Kleidung bei der Arbeit nicht verrutscht.
Welche Stoffe werden für Imkerbekleidung verwendet?
Verwendet werden unter anderem 100 % Baumwolle, Mischungen aus Polyester und Baumwolle, belüftete Anzüge sowie Anzüge aus Polyamid oder Nylon.
- 100 % Baumwolle: kommt bei Anzügen mit hohem Flächengewicht zum Einsatz; die Stoffdicke sorgt dafür, dass der Stachel nicht durchdringt.
- Polyester-Baumwoll-Mischung: macht den Anzug leichter, ohne die nötige Festigkeit einzubüßen.
- Belüftete Anzüge:
- Modell Air: aus Netzgewebe in Verbindung mit Baumwolle, ausgelegt auf größtmögliche Belüftung in heißem Klima.
- Dreilagiges belüftetes Modell: besteht aus drei Lagen — innen ein weiches Gewebe, in der Mitte ein Latexgeflecht und außen ein Polyester-Nylon-Netz in Verbindung mit Baumwolle — und schafft so ein Gleichgewicht aus Schutz, Komfort und Belüftung.
- Anzüge aus Polyamid oder Nylon: wasserdicht und sehr leicht, aus feinen Geweben, an denen die Biene abrutscht, was das Stichrisiko senkt.
Ist Imkerbekleidung unisex?
Ja, die meiste Imkerbekleidung ist unisex geschnitten und bietet allen, die sie tragen, denselben Schutz und Komfort.
Welche Kleidung braucht ein Anfänger?
Wer anfängt, sollte einen vollständigen Anzug haben oder eine Kombination aus Imkerjacke mit Schleier und Hose, dazu Handschuhe und Stiefel. Entscheidend ist, dass der Schutz keine Lücken lässt, vor allem an den kritischen Stellen wie Knöcheln und Handgelenken. Bleibt eine dieser Zonen offen — etwa die Knöchel —, lassen sich Gamaschen ergänzen, um den Schutz zu verstärken.
Was unterscheidet einen belüfteten vom normalen Anzug?
Ein belüfteter Anzug hat Netzeinsätze oder dreilagige Systeme, die die Luftzirkulation fördern — das bringt bei Hitze und an langen Arbeitstagen deutlich mehr Komfort. Der normale Anzug dagegen wird aus schwereren Geweben mit weniger Belüftung gefertigt und stellt den größtmöglichen Schutz in den Vordergrund, wo die Temperatur weniger ins Gewicht fällt.
Welche Größen gibt es bei Imkerbekleidung?
Wir führen eine breite Auswahl an Größen für Kinder und Erwachsene, von S bis XXXL. Unsere Kleidungsstücke haben zudem Gummizüge, damit sie sich unterschiedlichen Staturen anpassen.
Kann man Imkerbekleidung zu Hause waschen?
Ja, sie lässt sich zu Hause waschen. Wir empfehlen ein Schonprogramm in der Maschine, mit kaltem Wasser und ohne Weichspüler, damit die Gewebe haltbar bleiben. Wichtig: Die Schleier sind meist abnehmbar; sie werden am besten von Hand gewaschen und nie in der Maschine, da die mechanische Wäsche das Gitter oder den formgebenden Ring beschädigen kann.
Schützt Imkerbekleidung auch vor anderen Insekten?
Imkerbekleidung ist auf den Bienenstachel ausgelegt, und dagegen schützt sie gut. Bei anderen Hautflüglern hängt die Antwort vom Insekt ab.
Gegen gewöhnliche Wespen reicht ein Anzug in gutem Zustand, richtig geschlossen, meist aus.
Gegen die Vespa velutina nicht. Ihr Stachel misst rund 5 mm und durchdringt das Gewebe eines herkömmlichen Imkeranzugs, der auf den weit kürzeren Bienenstachel ausgelegt ist. Für Arbeiten an einem Nest braucht es eigene Velutina-Schutzanzüge, die mit getrennten Lagen und einem physischen Abstand zwischen Außenhülle und Haut arbeiten, dazu Verstärkungen an Hals und Handgelenken.
Wie lange hält Imkerbekleidung?
Bei richtiger Pflege hält unsere Imkerbekleidung viele Jahre. Widerstandsfähige Materialien und hochwertige Nähte sorgen dafür, dass die Stücke dem Verschleiß der täglichen Arbeit am Bienenstand standhalten.
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