Protein Bienenfutter

Pollenersatz und Eiweißfutter: MegaBee, Apipollen, Bee Polenate, mikronisiertes Sojamehl und Zubereitungen für die Königinnenzucht. Als Pulver und als Fladen.

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Apipollen

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Fina Gonell
Fina Gonell
Agraringenieurin und Expertin für Bienenernährung und -gesundheit mit langjähriger Erfahrung in Schulung und technischer Beratung.

Eiweißfutter – ja oder nein?

Diese Frage stellen wir uns als Unternehmen schon seit geraumer Zeit. Aus diesem Grund führen wir Feldversuche mit verschiedenen eiweißhaltigen Futtermitteln für Bienen durch.

Wie so oft in der Imkerei gilt: Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Klar ist jedoch, dass ohne eine vielfältige Pollenzufuhr ernährungsbedingte Defizite auftreten können, die sich negativ auf die Bienengesundheit auswirken.

Unklarheiten gibt es häufig bei Zeitpunkt, Menge, Darreichungsform (flüssig oder Teig) und dem Proteingehalt. All das hängt von zahlreichen Faktoren ab: Der Bedarf ist nicht bei allen Bienenrassen gleich, und auch die Anforderungen bei der Bestäubung von Heidelbeeren sind andere als bei der Erzeugung von Blütenhonig.

Als allgemeine Faustregel gilt: Eiweißfutter sollte verabreicht werden, wenn der verfügbare Pollen nicht ausreichend vielfältig ist, die Tracht ausgefallen ist oder keine Pollenvorräte vorhanden sind. Eine besonders kritische Phase ist das Wachstum der Population, wenn Ammenbienen große Mengen an Gelee Royale produzieren müssen.

Praktischer Tipp: Wenn möglich, führe vergleichende Feldtests durch. Teile deine Bienenvölker in zwei homogene Gruppen: eine mit Eiweißzufütterung, die andere ohne. Markiere die gefütterten Völker und beobachte über einen längeren Zeitraum Gesundheit und Leistung beider Gruppen. Denk daran: Die Effekte zeigen sich oft erst langfristig.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dir unseren Vortrag zu diesem Thema bei Bee Health anhören.

Protein Bienenfutter - Onlineshop für Imkereibedarf

Protein Bienenfutter

Das ist das Futter, das Sirup nicht ersetzt. Energiefutter liefert Brennstoff; Eiweiß liefert Bienen.

Wofür es genau da ist

Brut braucht Eiweiß, und dieses Eiweiß kommt aus Pollen. Kommt kein Pollen herein — oder nur wenig, oder nur aus einer Quelle —, drosselt das Volk die Eiablage oder zieht schwächere Bienen, selbst bei reichlich Nektar. Der Ersatz füllt diese Lücke in drei konkreten Lagen:

  • Früher Aufbau, wenn die Volksstärke vor der ersten Tracht stehen soll.
  • Gegenden oder Jahre ohne Pollentracht, in denen Nektar da ist, aber wenig oder sehr einseitiger Pollen.
  • Vorbereitung von lebendem Material und Königinnenzucht, die durchgehend eine gut versorgte Masse junger Ammenbienen verlangen.

Pulver oder Fladen

Pulver (MegaBee, Apipollen, Bee Polenate, mikronisiertes Sojamehl) ist je Kilo günstiger und lässt sich trocken außerhalb der Beute oder mit Sirup angeteigt geben. Der Fladen kommt fertig, wird auf die Oberträger gelegt und ohne Handgriffe verzehrt: er kostet mehr und spart Zeit.

Es gibt außerdem spezielle Zubereitungen für die Königinnenzucht im Kleinformat, ab 1,36 € für 250 g.

Zwei Dinge, die man nicht verwechseln sollte

Ein Ersatz ist kein Pollen. Er ist eine Eiweißgabe, die Brut aufrechterhält, kein perfekter Ersatz für die Vielfalt natürlichen Pollens. Wer eigenen Pollen hat, verbessert die Annahme durch Beimischen.

Und Eiweiß zu füttern, während Pollen bereits hereinkommt, bringt nichts: das Volk ignoriert es oder lagert es schlecht ein, bezahlt hast du trotzdem. Füttere, wenn es fehlt, nicht aus Gewohnheit.

Hast du Fragen zu Protein Bienenfutter?

Was ist ein Eiweißfutterteig für Bienen?

Ein Eiweißfutterteig für Bienen ist ein Ergänzungsfutter, das den Bienen die Nährstoffe liefert, die ihrer natürlichen Nahrung fehlen können — vor allem in Zeiten von Pollenmangel. Diese Teige bestehen meist aus verschiedenen Zutaten, darunter Soja, Bierhefe, Blütenpollen, Zucker und weitere Eiweißquellen. Sie helfen den Bienen, gesund zu bleiben und die Leistung zu steigern, weil sie das Eiweiß liefern, das das Volk für Wachstum und Entwicklung braucht.

Wie wird Eiweißfutter verabreicht?

Imker können Eiweißergänzung auf mehrere Arten verabreichen:

· Eiweißfutter als Pulver: Manche Imker geben die Ergänzung direkt als Pulver. Es kommt in besondere Futtergeschirre oder in Behälter, die vor Regen und Wind geschützt stehen, sodass die Bienen das Pulver wie Pollen eintragen. Bei Mangelsituationen ist das besonders nützlich, weil die Bienen schnell und unkompliziert an das nötige Eiweiß kommen.

· Eiweißfutterteig: Der Futterteig ist eine weitere verbreitete Art, die Ernährung der Bienen zu ergänzen. Das Eiweißfutter wird mit anderen Zutaten (etwa Zucker und ätherischen Ölen) zu einem Teig verarbeitet, der ins Volk gelegt wird. Die Bienen nehmen daraus das Eiweiß und die übrigen Nährstoffe auf.

· Eiweißhaltiger Futterteig (Candy): Eine Mischung aus Zucker und Eiweißfutter, die häufig im Winter ins Volk gegeben wird. Die Bienen nehmen darüber sowohl die Kohlenhydrate des Zuckers als auch das Eiweiß der Ergänzung auf.

Wichtig: Eiweiß wird nur ergänzt, wenn natürlich verfügbarer Pollen fehlt. Steht genug Pollen in der Umgebung zur Verfügung, ziehen die Bienen ihn den Ergänzungsmitteln vor — natürlicher Pollen ist ihre ideale Nahrungsquelle. Dennoch sind diese Eiweißergänzungen wertvolle Werkzeuge, um Völker gerade in Zeiten von Pollenmangel gesund und leistungsfähig zu halten.

Was ist das beste Futter für Bienen?

Das beste Futter für Bienen ist das, was sie in ihrer Umgebung natürlich finden: Nektar und Pollen aus einer Vielfalt von Blüten. Nektar liefert die Kohlenhydrate für die Energie, Pollen das Eiweiß und die Fette, die das Volk für Wachstum und Entwicklung braucht.

In mageren Zeiten jedoch, oder wenn die Bienen nicht an genug Nektar und Pollen kommen, sind Ergänzungen wie Eiweißfutterteige oder Glukose-Fruktose-Sirupe ein guter Weg, die nötigen Nährstoffe sicherzustellen.

Denk daran: Bienen dürfen niemals mit Honig oder Pollen aus anderen Völkern gefüttert werden — beides kann Krankheiten übertragen und die Gesundheit des empfangenden Volkes gefährden. Verwende stattdessen eigens für Bienen hergestellte Ergänzungsfuttermittel und prüfe Zusammensetzung und Eiweißgehalt, um die Qualität sicherzustellen.

Wozu dient die Eiweißfütterung meiner Bienen?

Eiweiß zu füttern ist wesentlich, um die Entwicklung der Futtersaftdrüsen bei den Ammenbienen anzuregen, die für die Erzeugung von Gelée Royale grundlegend sind. Gelée Royale ist entscheidend für die Entwicklung der Larven und für die Königin und beeinflusst damit unmittelbar Wachstum und Stärke des Volkes.

Die Eiweißergänzung ist daher gerade in Zeiten von Pollenmangel ein wichtiges Mittel, damit das Volk ein kräftiges Brutnest behält und sich ohne Unterbrechung weiterentwickelt.

Wann soll ich meinen Bienen Eiweißfutterteig geben?

Pollenteige sollten dann gegeben werden, wenn natürlicher Pollen knapp ist — etwa im Spätwinter oder zu Frühjahrsbeginn vor der ersten Tracht, in sommerlichen Trockenphasen oder im Herbst, um die Völker auf den Winter vorzubereiten. Ebenso eignen sie sich, um das Wachstum des Volkes zu Beginn der Entwicklungssaison anzuregen.

Wie lange soll Eiweißfutterteig gegeben werden?

Empfohlen wird die Gabe von Eiweißfutterteig über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen, um zwei vollständige Brutzyklen abzudecken. So entwickelt sich das Volk gesund und ist auf künftige Anforderungen oder Engpässe gut vorbereitet.

Warum brauchen Bienen Eiweiß?

Bienen brauchen Eiweiß, um die Brut richtig aufzuziehen, Gelée Royale zu erzeugen und Völker gesund, stark und leistungsfähig zu halten. Das vor allem aus Pollen gewonnene Eiweiß aktiviert die Futtersaftdrüsen der Ammenbienen, die das Gelée Royale erzeugen — unverzichtbar für die Ernährung von Larven und Königinnen. Zudem verlängert eine eiweißreiche Ernährung die Lebensdauer der adulten Bienen, verbessert ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Umweltstress und Schädlinge und fördert ein gutes Gleichgewicht im Volk — besonders in kritischen Phasen wie dem Winter, bei Nährstoffmangel oder nach Belastungen wie Wanderung und Behandlungen.

Wann empfiehlt sich Eiweißfutter?

Eiweißfutter empfiehlt sich zu bestimmten Zeitpunkten, vor allem wenn natürlich verfügbarer Pollen knapp oder von geringer Qualität ist. Die entscheidenden Momente:

Im Herbst, um vor dem Winter starke Völker aufzubauen.

Vor dem Frühjahr, etwa sechs Wochen vor der ersten Tracht, als Reiz für den Bevölkerungsaufbau, damit die Tracht voll genutzt wird.

In kritischen Phasen oder Stresssituationen, etwa nach Varroabehandlungen, nach Wanderung oder nach Pestizidkontakt.

Wenn der verfügbare Pollen wenig vielfältig oder von geringer Güte ist, um eine ausgewogene Ernährung zu sichern.

Gezieltes Ergänzen mit Eiweiß hält Völker gesund, leistungsfähig und widerstandsfähig und beugt möglichen Nährstoffdefiziten vor.

Welches sind die häufigsten Eiweißquellen in der Imkerei?

Die häufigsten Eiweißquellen in der Imkerei sind Ergänzungsfuttermittel aus pflanzlichen Zutaten wie Bierhefe, pflanzlichen Mehlen (etwa Mais- oder Erbsenmehl) und eigens für Bienen entwickelte Rezepturen wie Ultra Bee®, Apipollen oder Bee-Sacc®. Pflanzliche Quellen werden bevorzugt, weil sie keine schädlichen antinutritiven Faktoren enthalten und ein vollständiges Profil essenzieller Aminosäuren bieten — für eine sichere, wirksame und für die Bienen gut verwertbare Ernährung.

Wie werden Eiweißfuttermittel in der Imkerei verabreicht?

Eiweißfuttermittel für Bienen lassen sich je nach Bedarf des Standes auf verschiedene Weise verabreichen:

Eiweißfutterteige: gebrauchsfertig, werden direkt auf die Rähmchen gelegt, damit die Bienen sie leicht aufnehmen können.

Eiweißpulver: werden mit Sirup oder flüssigen Lösungen gemischt, um Futter passgenau für die Bedürfnisse des Standes anzurühren.

Beide Varianten sollten gezielt eingesetzt werden — unter Berücksichtigung der Bedingungen am Stand und so, dass die Bienen unmittelbar an das Eiweißfutter herankommen.

Kann zu viel Eiweiß dem Volk schaden?

Eiweiß ist zwar wesentlich für Gesundheit und Entwicklung der Bienen, doch ein Zuviel kann kontraproduktiv sein. Mehr Eiweiß zu geben, als das Volk verwerten kann, erzeugt Abfall und bringt keinen zusätzlichen Nutzen. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich die „Sechs-Wochen-Regel": Eiweißfutterteig alle zwei Wochen über sechs Wochen geben und damit zwei vollständige Brutzyklen abdecken. So wird ausgewogen und wirksam ergänzt, im Takt des natürlichen Wachstums des Volkes — ohne Überschuss und mit ausreichender Versorgung.