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Honigetiketten
Selbstklebende Deckelsiegel im 100er-Pack ab 3 €, Glasetiketten und personalisierte Rollen. Bis 34,95 €.
Sind deine Etiketten von vor Juni, hast du 18 Monate
Seit dem 14. Juni 2026 gilt das RD 68/2025, und es ändert, was auf die Schauseite gehört. Stammt der Honig aus einem einzigen Land, wird dieses Land angegeben. Ist es eine Mischung, kommen alle Länder ins Hauptsichtfeld, in absteigender Gewichtsreihenfolge und mit dem Prozentsatz jedes einzelnen — eine Toleranz von 5 % je Anteil ist zulässig, berechnet auf deiner Rückverfolgbarkeitsdokumentation. Bei Packungen unter 30 g netto dürfen die Namen durch zweistellige ISO-Codes ersetzt werden.
Es gibt eine zweite, unauffälligere Änderung, die alle trifft, die fein filtern: die Kategorie «gefilterter Honig» entfällt als Aufmachung und wird zu «Honig für industrielle Zwecke». Das ist keine Namensnuance; das ist etwas anderes im Regal und ein anderer Preis. Wer unterhalb der Schwelle filtert, die Pollen entfernt, den betrifft das unmittelbar. Das Gute: nichts muss auf einen Schlag weg — vor dem 14. Juni etikettierte und in Verkehr gebrachte Ware darf bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft werden, höchstens 18 Monate ab diesem Datum. Das ist das reale Zeitfenster, die Kiste alter Etiketten zu leeren und neue zu bestellen.
Honigetiketten
Das Etikett ist das Einzige an deinem Honig, das der Kunde vor dem Kauf liest. Und es ist zugleich das Rechtsdokument des Glases.
Was auf dem Etikett stehen muss
Verkehrsbezeichnung („Honig", gegebenenfalls die Sorte), Ursprungsland oder -länder —und seit dem 14. Juni 2026 bei Mischungen mit dem Prozentsatz jedes Landes und in absteigender Reihenfolge, im Hauptsichtfeld—, Nettogewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum, Angaben des Abfüllers und die Losnummer. Das Los erlaubt dir im Ernstfall zu wissen, welche Gläser aus welcher Ernte stammen — das ist keine Bürokratie, das ist dein Netz.
Und seit dem 14. Juni 2026 betrifft eine Änderung die Schauseite: die Honig-Qualitätsnorm verknüpft die Filtration mit der Bezeichnung. Wird beim Filtern Pollen in erheblichem Maß entfernt, bestimmt das mit, wie du das Erzeugnis nennen darfst. Bevor du tausend Etiketten bestellst, prüfe, ob die aufgedruckte Bezeichnung noch zu deinem Verfahren passt.
Was NICHT darauf darf
Keine Aussage über die Gesundheit dessen, der ihn isst. Die VO (EG) 1924/2006 lässt nur Angaben zu, die ausdrücklich auf ihrer Zulassungsliste stehen, und für Honig ist keine zugelassen. Es ist der häufigste Fehler auf Imkeretiketten und der am leichtesten zu vermeidende.
Siegel und Etikett sind nicht dasselbe
Das Deckelsiegel (3-3,85 € je 100) ist Originalitätssicherung und Markenverstärkung: „Spanisches Erzeugnis", „Ursprungsland Spanien". Das Rumpfetikett trägt die Pflichtangaben. Beides zusammen lässt ein Glas im Regal professionell wirken.
Zum geraden Aufbringen in Serie stehen die Maschinen unter Etikettiermaschinen; das Gebinde unter Honigverpackung.
Wie wird die Charge auf dem Etikett angegeben?
Die Angabe wird meist mit «L» eingeleitet, sofern sie sich nicht klar von den übrigen Kennzeichnungsangaben unterscheidet, und sie muss sichtbar, lesbar und unauslöschlich sein. Bei Fertigpackungen steht sie auf der Packung oder einem daran befestigten Etikett; bei loser Ware kann sie auf der Umverpackung, dem Behältnis oder den Handelsdokumenten stehen.
Die Charge legst du als Abfüller fest: sie fasst Einheiten zusammen, die unter praktisch gleichen Umständen erzeugt oder abgepackt wurden. In manchen Fällen kann ein Mindesthaltbarkeitsdatum mit klarem Tag und Monat als Kennzeichnung genügen — prüfe das, bevor du dich allein darauf stützt.
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