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Joshua Ivars
Joshua Ivars
Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Imkerei arbeitet Joshua im wissenschaftlichen Komitee des nationalen Imkerkongresses im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit mit.

Wie man gute Bienenwachskerzen macht

Kerzen aus Bienenwachs zu machen heißt nicht nur, eine schöne Gussform zu wählen. Wachs ist ein edler, aromatischer und sehr wertvoller Rohstoff, also verdient es, gut verarbeitet zu werden. Für Kerzen würde ich sauberes, gut abgesetztes Wachs bevorzugen, ohne Honigreste, ohne Feuchtigkeit und ohne fremde Gerüche. Wenn du dein eigenes Wachs verwendest, würde ich saubere Entdeckelungswachse nicht ohne Konzept mit alten Brutraumwaben mischen: Erstere ergeben meist hellere, aromatischere und angenehmere Kerzen; Letztere können mehr Verunreinigungen, dunkle Farbe oder Rückstände mitbringen. Und etwas Wichtiges: mehr Erhitzen bedeutet nicht besser arbeiten. Wenn du das Wachs mit zu viel Temperatur strapazierst, kannst du einen Teil seines natürlichen Aromas verlieren und das Finish verschlechtern.

Mein Rat ist, die Form je nach Detailgrad und gewünschtem Zweck zu wählen. Zu Beginn würde ich zu einfachen Formen greifen: Zylinder, Waben, Beuten oder leicht zu entformende Figuren. Sehr detaillierte Formen sehen sehr gut aus, erfordern aber mehr Geduld, eine gute Gießtemperatur und ein sorgfältiges Entformen. Ich würde auch sehr auf den Docht achten: Er wird nicht nach Augenmaß gewählt. Ist er zu dünn, ertrinkt die Kerze oder brennt schlecht; ist er zu dick, kann sie rußen, zu viel Wachs verbrauchen oder das Stück verformen. Vor dem Kauf würde ich die Größe der Form, die Wachsart, den Kerzendurchmesser, den passenden Docht, die einfache Reinigung und die Haltbarkeit der Form prüfen. Und hier beziehe ich Stellung: Eine gute Kerze hängt nicht nur von der Form ab; sie hängt von sauberem Wachs, kontrollierter Temperatur, dem richtigen Docht und Geduld ab. Die Form gibt die Gestalt, aber die Qualität kommt vom Prozess.

Kerzen und Formen - Onlineshop für Imkereibedarf

Kerzenformen

Vierundneunzig Formen sind eine große Auswahl — das Kriterium ist deshalb nicht das Motiv, sondern wie viel Arbeit jede macht.

Was die Schwierigkeit bestimmt

  • Feine Details. Eine Form mit ausgeprägtem Relief — eine Figur, eine Blüte — verlangt gut fließendes Wachs und langsames Gießen, damit die Vertiefungen blasenfrei füllen. Glatt oder Wabenmuster verzeiht viel mehr.
  • Enge Hälse. Ist ein Teil schmaler als der Fuß, wird das Entformen mühsam. Silikon hilft, weil es sich dehnt, aber man sollte es vorher wissen.
  • Größe. Eine große Kerze kühlt von außen nach innen und kann in der Mitte einsinken. Man korrigiert das, indem man nach dem Absacken ein zweites Mal auffüllt.

Der Docht richtet sich nach dem Durchmesser

Das ist die Entscheidung, die die meisten Kerzen verdirbt. Zu dünn für den Durchmesser, und die Kerze brennt einen Tunnel und lässt eine unverbrannte Wand; zu dick, und sie rußt und tropft. Dochte mit Halteplättchen kommen im 100er-Pack ab 7,95 € und sind für Formen die bequemen, weil das Plättchen sie mittig und aufrecht hält, während das Wachs erstarrt.

Und die Gummis, die kein Detail sind

Zweiteilige Silikonformen werden mit Gummibändern geschlossen. Ohne sie läuft das Wachs an der Naht aus, und du verlierst Stück und Wachs: Fehler Nummer eins beim ersten Versuch. Sie stehen unter Kerzenzubehör für unter zwei Euro.

Zur Gießtemperatur gilt die übliche Regel: Wachs schmilzt zwischen 61 und 65 ºC, viel höher muss es nicht — über 140 ºC sind die flüchtigen Anteile weg, die den Honigduft ausmachen. Fertige Kerzen stehen unter Bienenwachskerzen.