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Bienenpollen
Getrockneter Blütenpollen aus Spanien, aus Salamanca und Ciudad Real, vakuumverpackt. Erhältlich im 200-g-Glas und im 25-kg-Karton.
Mein Rat zum Pollen: Über die Qualität entscheidet der Bienenstand, nicht das Regal
Spanien ist der größte Pollenerzeuger der EU, je nach Wetter 1.000 bis 1.500 Tonnen im Jahr, und fast alles stammt aus Wildtrachten. Zistrosen geben im Mai und Juni einen süßen, fruchtigen Pollen; davor kommen die Raublattgewächse, danach Disteln, Mais oder Heidekraut. Deshalb schmeckt ein Blütenpollen nicht immer gleich: Er ändert sich mit dem Monat und mit dem Jahr. Diese Schwankung ist kein Mangel, sondern die Handschrift eines Pollens vom Feld. Anders anzusehen sind nur die fast schwarzen Höschen vom Natternkopf, seit 2022 mit gesetzlichem Grenzwert, deren Ernte die Erzeuger einstellen, sobald sie in der Falle auftauchen.
Was die Qualität entscheidet, passiert lange vor dem Glas. Die Falle muss täglich geleert werden, denn Feuchte und Wärme zusammen bauen Pollen in Stunden ab, und von dort geht es in den Gefrierschrank oder in die Trocknung: trockene Luft bei 40 ºC, Schichten unter zwei Zentimetern, herunter auf 8 % Feuchte, und vor dem Entnehmen zehn bis fünfzehn Minuten Kaltluft, damit er nicht warm herauskommt und sofort wieder Feuchtigkeit zieht. Und es gibt eine Einschränkung, die sich kaum jemand vorstellt: Während der Pollenernte darf das Volk nicht gegen die Varroa behandelt werden, denn das Akarizid bleibt an den Haaren der Biene und landet in den Höschen.
Für dich beim Kauf läuft das auf zwei Dinge hinaus. Die Haltbarkeit liegt bei etwa einem Jahr für getrockneten oder gefrorenen Pollen und bei bis zu zwei Jahren vakuumverpackt; der große Karton ist also nicht nur pro Kilo günstiger, er hält verschlossen auch länger. Und sobald er offen ist, läuft die Uhr: Pollen ist hervorragendes Futter für Motten und Kornkäfer, also immer luftdicht aufbewahren. Wenn du den ganzen Prozess im Detail willst, steht er im Blog, in «Bienenpollen: Erzeugung, Handhabung und Vermarktung».
Bienenpollen
Pollen sind die Höschen, die Sammelbienen an den Hinterbeinen von den Blüten heimbringen, verklebt mit Nektar und eigenen Enzymen. Die Pollenfalle am Flugloch streift sie beim Einlaufen ab, und von dort geht es in die Trocknung. Was Sie hier finden, ist multifloral: Die Farbvielfalt in einem Glas zeigt, dass die Bienen verschiedene Arten angeflogen haben.
Die zwei Gebinde und was das Kilo kostet
- 200-g-Glas — rund 44 € je Kilo. Das ist die Verbrauchsgröße: aufmachen, aufbrauchen, keine Zeit zum Verderben.
- 25-kg-Karton, vakuumverpackt — rund 24 € je Kilo, praktisch die Hälfte. Lohnt sich beim Umpacken für den Wiederverkauf, bei der Belieferung eines Ladens oder bei hohem Verbrauch samt Gefrierplatz.
Der Unterschied im Kilopreis liegt bei knapp 45 %, die eigentliche Frage ist also nicht welches Gebinde, sondern wie viel Sie aufbrauchen, bevor die Qualität nachlässt.
Woran man gut behandelten Pollen erkennt
- Die Feuchte entscheidet. Pollen verlässt die Falle mit 20-30 % Wasser und muss auf 6-8 % herunter. Über 10 % droht Gärung; unter 6 % wird er zu trocken, und das schmeckt man.
- Die Farbvielfalt ist Information, keine Dekoration. Gelb, Orange und Ocker in derselben Partie deuten auf mehrere Trachtquellen, eine einfarbige Partie stammt aus einer dominanten Tracht. Helle Violetttöne von Glockenblume oder Distel sind normal; fast schwarze Höschen stammen vom Natternkopf und sollten besser nicht dabei sein.
- Sauberkeit. Gut aufbereiteter Pollen kommt ohne Pflanzenreste und Bruchstücke: Er wurde nach dem Trocknen gesiebt oder abgesaugt.
Was drinsteckt und warum es so stark schwankt
Ein Pollenhöschen wiegt rund 8 mg, und die Biene hat dafür etwa 200 Blüten angeflogen. Daher kommt, was beim Lesen von Pollenanalysen am meisten irritiert: die Zusammensetzung ist keine Konstante, sondern der Durchschnitt bestimmter Trachten. Die als technische Richtwerte genannten Spannen sind bewusst weit gefasst.
- Eiweiß: 10 bis 40 g je 100 g. Das ist der Wert, der zwischen den Trachten am stärksten schwankt, und zugleich das übliche Qualitätskriterium: unter 15 g/100 g gilt ein Pollen als schwach.
- Zucker: mindestens 40 g/100 g als Richtwert, überwiegend aus dem Nektar, mit dem die Biene die Last im Pollenkörbchen verklebt.
- Fett: ab 1,5 g/100 g. Das ist der verfahrensempfindlichste Anteil: bei einer Trocknung von sechs Stunden bei 45 ºC wurden Verluste von 15-25 % an Vitamin E und Betacarotin gemessen, weshalb unter 30 ºC getrocknet wird.
Eine durchschnittliche Pollenanalyse sagt deshalb wenig über ein konkretes Glas aus: was darin steckt, hängt vom Monat, von der Gegend und vom Jahr ab. Was Sie hier nicht finden werden, ist eine Liste von Vorzügen für die Gesundheit, so oft Sie sie anderswo auch lesen: für Pollen sind in der Europäischen Union keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen.
Aufbewahrung zu Hause
Trockener Pollen ist haltbar, aber nicht unbegrenzt. Bewahren Sie ihn luftdicht, kühl und dunkel auf: Die Luftfeuchte ist es, die ihn verdirbt. Für längere Zeiträume ist der Gefrierschrank der sicherste Weg; nach dem Auftauen zügig verbrauchen und nicht stundenlang bei Zimmertemperatur stehen lassen, denn dort zieht er wieder Feuchtigkeit.
Wenn Sie Pollen erzeugen statt kaufen wollen — Fallen, Entnahmerhythmus, Trocknung, Reinigung und Vermarktung —, behandeln wir das ausführlich im Blog, in Pollen: Erzeugung, Handhabung und Vermarktung.
Wie wird Blütenpollen eingenommen?
Trockener Pollen kommt als Granulat, das beim Kauen etwas mehlig wirkt und am Gaumen haftet, mit einem blumigen Geschmack, der von Charge zu Charge wechselt, je nach den Blüten, von denen er stammt. Wegen dieser Textur nimmt man ihn meist untergerührt — in einen Joghurt, einen Saft, einen Smoothie oder auf einer Scheibe Brot verteilt — statt pur. Lässt man ihn vor dem Verzehr einige Minuten in der Flüssigkeit stehen, weicht die Hülle des Korns auf und er lässt sich angenehmer essen; manche mahlen ihn und rühren ihn als Pulver unter.
Menge und Einnahmerhythmus richten sich nach den Angaben des Herstellers auf dem Etikett des jeweiligen Produkts: Lesen Sie es, bevor Sie beginnen. Wenn Sie gegen Pollen oder Bienenprodukte allergisch sind, schwanger sind oder stillen oder eine Behandlung durchlaufen, halten Sie zuvor Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft.
Wie bewahre ich Blütenpollen auf, damit er seine Eigenschaften nicht verliert?
Blütenpollen ist sehr empfindlich gegenüber Wärme, Feuchtigkeit und Licht — Faktoren, die seine ernährungsphysiologische und mikrobiologische Zusammensetzung beeinträchtigen können.
Getrockneter Pollen gehört in ein luftdichtes Gefäß, an einen kühlen, trockenen und vor direktem Sonnenlicht geschützten Ort, ohne starke Temperaturschwankungen.
Bei frischem Pollen bedeutet optimale Qualität, ihn zwischen 2 ºC und 5 ºC zu kühlen oder bei −18 ºC einzufrieren, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Was ist der Unterschied zwischen frischem und getrocknetem Pollen?
Frischer Pollen wird direkt aus den am Volk angebrachten Fallen geerntet und sofort gekühlt, wodurch alle ernährungsphysiologischen und enzymatischen Eigenschaften erhalten bleiben, bei einer Feuchte um 20-30 %. Er hat eine weiche Textur, einen feineren Geschmack und eine begrenzte Haltbarkeit, wenn er nicht richtig gekühlt wird. Getrockneter Pollen durchläuft dagegen eine Trocknung, die seine Feuchte unter 10 % senkt und eine längere Lagerung bei Raumtemperatur erlaubt — auf Kosten einiger hitzeempfindlicher Vitamine und Enzyme. Seine Textur ist fester und knuspriger, sein Geschmack intensiver und konzentrierter.
Hat Blütenpollen Gegenanzeigen?
Obwohl Blütenpollen ein für die meisten Menschen sicheres Nahrungsergänzungsmittel ist, kann er bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen, besonders bei Allergie gegen Umweltpollen, Bienenprodukte oder Bienenstiche. Besondere Vorsicht ist bei Personen mit Asthma in der Vorgeschichte oder mit schweren Lebensmittel- oder Umweltallergien geboten. In diesen Fällen vor dem Verzehr eine Ärztin oder einen Allergologen befragen.
Was ist der Unterschied zwischen dem 200-g-Glas und dem 25-kg-Karton?
Es ist derselbe getrocknete Blütenpollen; unterschiedlich sind der Kilopreis und die Handhabung. Das 200-g-Glas kommt auf rund 44 €/kg, der 25-kg-Karton auf rund 24 €/kg, praktisch die Hälfte.
Der Karton ist vakuumverpackt und für das Umpacken, die Belieferung eines Ladens oder hohen Verbrauch mit Gefrierplatz gedacht. Im Haushalt ist das Glas pro Kilo teurer, aber es ist aufgebraucht, bevor der Pollen Feuchtigkeit zieht — und genau das verdirbt ihn.
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