Honig

Rohe Sortenhonige direkt vom Imker im 900-g-Glas: Rosmarin, Orangenblüte, Zitrone, Lavendel, Thymian, Eukalyptus, Heide, Wald, Avocado, Wollmispel und Blütenhonig. Dazu Wabenhonig, Tabletts mit 50-g-Gläschen und 20-kg-Gebinde.

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Roher Rosmarinhonig 900g

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Avocado Honig 900g

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Roher Heidehonig 900g

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Roher Lavendelhonig 900g

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Roher Thymianhonig 900g

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Waldhonig roh 900 g

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Joshua Ivars
Joshua Ivars
Mit uber 15 Jahren Erfahrung in der Imkerei arbeitet Joshua im wissenschaftlichen Komitee des nationalen Imkerkongresses im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit mit.

Worauf ich achte, bevor ich ein Glas Honig kaufe

Man fragt mich oft, warum Honig «hart wird», als wäre das ein Mangel. Es ist genau umgekehrt: wundern sollte dich der, der ein Jahr später noch klar und flüssig im Regal steht. Fast alle Honige kristallisieren früher oder später von selbst, und das Tempo bestimmt das Verhältnis von Glukose zu Fruktose der Blüten, aus denen er stammt — nicht die Sorgfalt dessen, der ihn erzeugt hat. Heide lässt sich Zeit, Sonnenblume geht schnell, und ein Blütenhonig hängt vom Jahr ab.

Wer direkt beim Imker kauft, hat drei Fragen, die mehr wert sind als jedes Etikett: aus welcher Tracht er stammt, aus welcher Gegend, und ob er gefiltert wurde. Wer sauber arbeitet, beantwortet alle drei ohne Zögern. Die dritte hat seit dem 14. Juni 2026 zudem Folgen: die Qualitätsnorm knüpft die Filtration an die Bezeichnung, Pollen in erheblichem Maß zu entfernen ist also keine bloße Optikentscheidung des Abfüllers mehr.

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Honig

„Roh" beschreibt das Verfahren, keine gesetzliche Kategorie: Honig, der nicht pasteurisiert wird, keine Feinfiltration durchläuft und keiner Erwärmung ausgesetzt wird, die ihn altern lässt. Deshalb behält er den Pollen und die Wachspartikel, die er aus der Wabe mitbrachte, und deshalb kristallisieren fast alle im Glas. Die Qualitätsnorm gilt für jeden Honig gleich (spanisches RD 1049/2003): Wassergehalt unter 20 %, HMF unter 40 mg/kg und Diastase über 8. Was sich unterscheidet, ist die Herkunft.

Kristallisieren ist kein Mangel

Das ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht. Die Kristallisation hängt vor allem vom Verhältnis zwischen Glukose und Fruktose ab und ändert sich mit der Blüte: Rosmarin kristallisiert fein und schnell — so sehr, dass er als Impfhonig für Cremehonig dient —, während Orangenblüte und Honigtauhonige viel länger brauchen oder nie ganz fest werden. Ein Honig, der fest und hell geworden ist, ist weder verdorben noch gezuckert. Wenn du ihn flüssig magst, genügt sanftes Erwärmen im Wasserbad, ohne zu übertreiben: Hitze treibt den HMF hoch und die Diastase herunter, und genau diese beiden Werte messen seine Frische.

Wie man unter den Sortenhonigen wählt

  • Rosmarin — sehr hell, kristallisiert fast weiß. Blumig mit kampferartigen Noten und milder Süße. Feiner, schneller Kristall.
  • Orangenblüte — hell, intensiv blumiges Aroma und deutliche Säure. Langsame, feine Kristallisation.
  • Zitrone — dieselbe Zitrusgruppe wie die Orangenblüte: hell, blumig und säuerlich, langsam kristallisierend.
  • Lavendel — hell bis bernsteinfarben, sehr anhaltend blumig. Mittlere Kristallisation.
  • Thymian — hellbernstein, phenolisch-blumig, intensiv und lang am Gaumen. Wenig Neigung zu kristallisieren.
  • Eukalyptus — hellbernstein, mit Anklängen von feuchtem Holz und grünen Noten. Feiner Kristall.
  • Heide — bernsteinfarben bis rötlich. Laub, Humus und Pilze, mit Bitterkeit und einer salzigen Kante. Der urigste von allen.
  • Wald — dunkel, mit Honigtau: malzig und salzig. Kristallisiert kaum.
  • Avocado — sehr dunkel, fast schwarz. Fruchtig-blumig und salzig, ganz ohne Malznote.
  • Wollmispel — hellbernstein, fruchtig und säuerlich, mit einer adstringierenden Kante.
  • Blütenhonig — ändert sich mit der Tracht des Jahres und der Gegend. Kein geringerer Honig: er zeichnet die Landschaft dieser Ernte.

Wenn du dich noch nie durchprobiert hast: Der große Sprung liegt zwischen den hellen — Rosmarin, Orangenblüte, Lavendel — und den herben — Heide, Wald, Avocado. Fang an einem Ende an, dann weißt du schnell, wohin es gehen soll.

Gebinde und Lagerung

Das 900-g-Glas ist die Verbrauchsgröße, die Tabletts mit 50-g-Gläschen eignen sich zum Durchprobieren oder zum Verschenken. Das Großgebinde macht den Unterschied, wenn es derselbe Honig ist: 20 kg Rosmarin kommen auf 9,24 €/kg gegenüber 12,17 €/kg im 900-g-Glas, also 24 % weniger. Honig ist hygroskopisch: bei offenem Gefäß und einer Luftfeuchte über 60 % zieht er Wasser, und genau dort entsteht das Gärungsrisiko. Verschlossen, trocken und ohne direkte Sonne hält er sich jahrelang.

Hast du Fragen zu Honig?

Wie erkenne ich, ob ein Honig 100% natürlich ist?

Natürlicher Honig zeigt bestimmte Merkmale: ein intensives Blütenaroma, natürliche Kristallisation, eine dichte Textur und einen Geschmack, der ein leichtes Kratzen im Rachen hinterlässt. Prüfe auch das Etikett, damit weder zugesetzte Zutaten noch übermäßige industrielle Verarbeitung dabei sind. Vorzuziehen ist roher, nicht pasteurisierter Honig einer einzigen Herkunft, möglichst sortenrein, denn das gibt die Qualität und die Vielfalt des Erntegebiets besser wieder. Honig von Imkern aus der Umgebung zu kaufen ist ebenfalls ein ausgezeichneter Weg, sich der Reinheit sicher zu sein — und unterstützt zugleich die Natur vor Ort und die nachhaltige Entwicklung der Region.

Was kostet 1 kg reiner Honig im Durchschnitt?

Der Durchschnittspreis hängt von Herkunft, Qualität, Zertifizierung (bio oder konventionell) und Sorte ab, liegt in Europa aber meist zwischen 8 € und 15 € pro Kilogramm. Besondere oder ökologisch erzeugte Honige erzielen in der Regel höhere Preise.

Hat Honig ein Verfallsdatum?

Natürlicher Honig hat kein echtes Verfallsdatum, wohl aber ein Mindesthaltbarkeitsdatum, meist zwei Jahre ab der Abfüllung. Das liegt vor allem daran, dass sich seine sensorischen Eigenschaften mit der Zeit leicht verändern können — genießbar bleibt der Honig weiterhin.

Wie erkenne ich, ob Honig mit Zucker gestreckt wurde?

In sozialen Netzwerken und Medien kursieren viele Hausmittel, um Verfälschungen zu erkennen — zuverlässig ist keines davon. Technisch ist eine Laboranalyse der einzig sichere Weg, um festzustellen, ob Honig mit Zucker gestreckt wurde.

Damit du echten Honig bekommst: bei vertrauenswürdigen Quellen kaufen, am besten direkt bei Imkern aus der Region oder bei bekannten Marken, das Etikett genau lesen, damit dort eindeutig roher Honig steht, und bei einem zu niedrigen Preis (unter 7 €/kg) skeptisch werden — Erzeugung und Abfüllung kosten normalerweise mehr.

Warum kristallisiert mancher Honig und anderer nicht?

Die Kristallisation hängt vor allem von der natürlichen Zusammensetzung des Honigs ab, insbesondere vom Verhältnis zwischen Fructose und Glucose. Honige mit hohem Glucoseanteil kristallisieren schneller, während fructosereiche Sorten (etwa Akazienhonig) langsam kristallisieren oder länger flüssig bleiben. Honigtauhonige, die aus Ausscheidungen von Bäumen oder Insekten entstehen, kristallisieren ebenfalls langsam oder können lange flüssig bleiben.

Erwähnenswert ist außerdem, dass die Kristallisation in einem bestimmten Temperaturbereich abläuft (etwa zwischen 10 ºC und 18 ºC) — gefroren gelagerter Honig kristallisiert daher kurioserweise nicht.

Was bedeutet sortenrein oder mehrblütig bei Honig?

Ein sortenreiner Honig ist einer, in dem der Nektar einer einzigen Blütenart deutlich überwiegt, was ihm bestimmte organoleptische Eigenschaften und eine typische Farbe verleiht. Um die botanische Herkunft der meisten Honige zu bestimmen, wird eine mikroskopische Analyse durchgeführt und die Zahl der Pollenkörner in der Probe ausgezählt. Überwiegt eine Pollenart, lässt sich der Honig als sortenrein einstufen.

Mehrblütiger Honig dagegen enthält Nektar von vielen Blütenarten und bietet ein komplexeres, vielfältigeres Geschmacks- und Aromabild.

In besonderen Fällen — etwa bei Honigtauhonigen (aus Ausscheidungen von Bäumen oder Insekten) oder bei Sorten wie Orangenblütenhonig (mit sehr wenig Pollen) — kommen andere, eigene Verfahren zur Bestimmung der botanischen Herkunft zum Einsatz.

Unterscheidet sich Bio-Honig von konventionellem Honig?

Bio-Honig wird nach eigenen Vorschriften erzeugt, die den Verzicht auf Chemikalien, Pestizide und synthetische Behandlungen sicherstellen. Die Erzeugung wird zudem von Zertifizierungsstellen überwacht. Ernährungsphysiologisch mag er konventionellem Honig ähneln, doch Bio-Honig steht für geringere Umweltbelastung und geprüfte Qualität.

Wie lagere ich Honig, damit die Qualität erhalten bleibt?

Um Honig in gutem Zustand zu halten und alle seine Eigenschaften zu bewahren:

  • Raumtemperatur: Bewahre ihn kühl und trocken auf, fern von direktem Sonnenlicht und Wärmequellen.

  • Feuchtigkeit vermeiden: Honig ist hygroskopisch, das heißt, er kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und verderben.

  • Luftdichtes Gefäß: Verwende gut verschlossene Behälter, damit er weder Feuchte noch Fremdgerüche zieht. Empfohlen werden Honiggläser aus Glas, die ihn besser bewahren.