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Wachsmotten-Bekämpfung
Behandlung und Vorbeugung gegen die Wachsmotte: Bacillus thuringiensis, Wabenschutz, Schwefelschnitte und Sprühgeräte. Von 8,99 € bis 43,95 €.
Meine Empfehlung zur Bekämpfung der Wachsmotte
Die Wachsmotte ist in einem starken, gut besetzten Volk meist nicht das Hauptproblem; das Problem tritt auf, wenn es Waben ohne Bienen gibt, die sie verteidigen, schwache Völker oder ohne Schutz gelagerte Honigräume. Deshalb ist für mich die erste Maßnahme nicht, ein Produkt zu kaufen, sondern die Betriebsweise zu ordnen: das Beutenvolumen an die Volksstärke anzupassen, nicht besetzte Waben zu entfernen, altes Wachs zu erneuern und keine Waben mit Pollen oder Brutresten zu lagern, als wären es saubere Honigwaben. Dunkle Waben mit Brutkokons oder Pollen sind für die Motte viel attraktiver als neues Wachs oder eine helle Honigraumwabe.
Mein Rat ist, zwei Situationen zu unterscheiden. Wenn die Motte innerhalb eines Volkes auftritt, frage dich zuerst, warum dieses Volk seine Waben nicht verteidigen kann: wenige Bienen, eine schwache Königin, zu viel Platz, Hunger, Varroa, Krankheit oder schlechte Überwinterung. Da ist es ratsam, das Volumen zu reduzieren, auf einen Ableger umzustellen, zu verstärken oder Völker zu vereinen, falls nötig. Wenn das Problem im Lager liegt, dann muss man das Material schützen: Kälte, Belüftung, häufige Kontrolle, Einfrieren, richtig eingesetzter Schwefel oder spezifische Behandlungen wie Bacillus thuringiensis, wenn sie zur Betriebsweise passen. Und hier beziehe ich Stellung: Ich würde keine improvisierten Mittel oder nicht für die Imkerei gedachten Produkte verwenden. Eine Wabe, die in die Beute zurück oder in die Nähe des Honigs soll, darf nicht kontaminiert werden, um Zeit zu sparen.
Vor dem Kauf würde ich darauf achten, welches Material du schützen willst, ob es Honigräume oder Brutwaben sind, ob Pollen vorhanden ist, die Lagerzeit, die Lagertemperatur und ob du den Raum gut schließen oder belüften kannst. Schwefelschnitten können bei gelagerten Waben nützlich sein, aber sie töten keine Eier und erfordern Sicherheit, anschließende Belüftung und gut isoliertes Material, um neue Eiablagen zu verhindern. Das Einfrieren funktioniert gut, wenn es korrekt gemacht wird und das Material danach geschlossen aufbewahrt wird. Wenn die Wabe schon sehr zerstört ist, ist es oft das Sinnvollste, das Wachs einzuschmelzen, das Rähmchen zu reinigen und keine Zeit damit zu verschwenden, zu retten, was schon verloren ist. Bei der Wachsmotte ist Vorbeugen viel billiger als Wiederherstellen.
Wachsmotten-Bekämpfung
Die Wachsmotte greift kein starkes Volk an: sie greift gelagerte Waben an. Und nicht alle gleich.
Warum sie sich auf alte Waben stürzt
Was die Mottenlarve frisst, ist nicht das Wachs, sondern das Eiweiß. Eine schwarze Wabe nach dreizehn bis fünfzehn Brutgenerationen enthält noch rund 46 % echtes Wachs — der Rest sind Kokons, Larvenreste und eingelagerter Pollen. Das ist ihr Futter.
Deshalb hält Honigraumwabe, hell und nie bebrütet, in der Lagerung deutlich besser als Brutwabe. Und deshalb kauft man die erste Maßnahme gegen die Motte nicht: sie heißt Waben erneuern — 20 bis 30 % des Brutraums jährlich — und nicht aufbewahren, was nichts mehr taugt.
Die drei Mittel und wann sie greifen
- Bacillus thuringiensis (Belthirul Cerapol, 8,99 €) — ein Bakterium, das auf die Larve wirkt. Wird vor dem Einlagern mit einer Drucksprühe auf die Wabe gesprüht. Es ist vorbeugend: eine bereits befallene Wabe rettet es nicht.
- Wabenschutz (WAX-VET) — um gelagerte Waben zu schützen, ohne jede einzeln zu behandeln.
- Schwefelschnitte (9,95 €) — im geschlossenen Zargenstapel abgebrannt. Wirkt als Gas und tötet, was drin ist, hinterlässt aber keine Restwirkung: man muss wiederholen, denn überlebende Eier schlüpfen später.
Was ohne Kauf funktioniert
Kälte. Einfrieren tötet alle Stadien, Eier eingeschlossen, und ist das Einzige, was eine bereits befallene Wabe ohne Präparat rettet. Belüftung und Licht: die Motte sucht Dunkelheit und Ruhe, also wird ein kreuzweise gestapelter, luftiger und heller Zargenturm weit weniger befallen als ein geschlossener Haufen in der Ecke.
Und trockene Lagerung ohne Honig- und Pollenreste. Sauberes Wachs hält sich; schmutziges lockt an.
Beim Ersetzen: frische Mittelwand hat kein Eiweiß und interessiert die Motte nicht — das Problem beginnt, sobald darin gebrütet wurde.
Wie lange müssen Waben eingefroren werden, um die Wachsmotte abzutöten?
Das hängt von der erreichten Temperatur ab: −7 ºC etwa 4,5-5 Stunden, −12 ºC etwa 3 Stunden oder −15 ºC etwa 2 Stunden. Das unterbricht den Zyklus, ohne irgendein Mittel ins Wachs zu bringen.
Zwei Bedingungen entscheiden über den Erfolg. Erstens: diese Zeiten gelten, wenn die gesamte Masse des Materials die Temperatur erreicht hat, und ein dichter Wabenstapel braucht deutlich länger als eine einzelne Wabe. Zweitens: beim Herausnehmen einbeuteln oder einschweißen; an der Luft legt die Motte erneut ab und du hast umsonst gefroren. Öffne die Folie erst, wenn du das Material einsetzt.
Warum werden manche Waben befallen und andere nicht?
Weil die Larve kein reines Wachs frisst: sie sucht das Eiweiß aus Brutkokons, Pollen und organischen Resten. Deshalb sind alte, schwarze Waben und vor allem pollenhaltige die gefährdeten; eine saubere Mittelwand oder frischer Wabenbau interessieren sie weit weniger.
Daraus folgt die echte Vorbeugung, und die ist kein Produkt: starke Völker, an die Volksstärke angepasstes Volumen — die Motte nutzt den Raum, den die Bienen nicht verteidigen — und regelmäßige Wabenerneuerung, etwa 20-30 % im Jahr. Und niemals pollenhaltige Waben ungeschützt oder Rähmchen mit gegorenem Honig lagern.
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