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Wachsschmelzer
Wachsschmelzer und Dampfwachsschmelzer von 6,40 € bis 10.990 €: Wasserbad, Dampferzeuger und Werkstattgeräte, dazu Formen, Kellen und Ersatzteile.
Wie man einen Wachsschmelzer auswählt
Wachs einzuschmelzen sollte nicht „mit roher Gewalt“ geschehen. Wachs ist ein wertvolles und ziemlich empfindliches Material: Wenn du es überhitzt, verschmutzt, ohne Konzept mischst oder von schlechten Waben ausgehst, kann das Ergebnis ein von den Bienen schlechter angenommenes Wachs sein. Bevor du einen Schmelzer wählst, würde ich mir klar darüber sein, welches Wachs du verarbeiten wirst und wofür du es danach haben möchtest. Saubere Entdeckelungswachse einzuschmelzen ist nicht dasselbe wie alte Brutraumwaben. Wenn dieses Wachs als Mittelwände in die Beute zurückkehrt, sollte man viel anspruchsvoller sein: Waben vermeiden, die in direktem Kontakt mit Behandlungen standen, Völker mit schweren Krankheiten, verschimmeltes Wachs oder Material, für das du keinerlei Rückverfolgbarkeit hast.
Mein Rat ist, die Ausrüstung nach Volumen und Ziel zu wählen. Für wenige Waben oder gelegentlichen Gebrauch kann ein Sonnenwachsschmelzer ausreichen, auch wenn es stark vom Klima und von der Handhabung abhängt. Um regelmäßiger zu arbeiten, bevorzuge ich Kessel oder Dampfwachsschmelzer, weil sie einen gleichmäßigeren und saubereren Prozess ermöglichen. In größeren Betrieben würde ich mir Geräte mit größerer Kapazität, austauschbaren Körben, guter Filterung und einfacher Reinigung ansehen. Wichtig ist nicht nur schnelles Schmelzen: Es geht darum, die Temperatur zu kontrollieren, Verunreinigungen abzutrennen, gut abzusetzen und die Qualität des Wachses zu erhalten. Und hier beziehe ich Stellung: Wenn das Wachs für die imkerliche Verwendung ist, würde ich nicht versuchen, es um jeden Preis zu bleichen. Ein gutes Absetzen ist mehr wert als ein sehr helles, aber geschädigtes Wachs. Gutes Wachs beginnt vor dem Schmelzer: Es beginnt damit, die Wabe gut auszuwählen, die du einschmelzen willst.
Wachsschmelzer
Wachs zu schmelzen ist eine Frage kontrollierter Temperatur — dort entscheidet sich, ob du sauberes oder verbranntes Wachs zurückbekommst.
Die Temperaturen, die man kennen sollte
- 30-35 ºC — Wachs wird plastisch: formbar, noch nicht flüssig.
- 61-65 ºC — Schmelzpunkt. Zum vollständigen Schmelzen genügen 60-70 ºC.
- 75-80 ºC — der Bereich zum Brechen von Wasser-Wachs-Emulsionen, was Wachs vom Schmelzwasser trennt.
- 95-105 ºC — es bildet sich Oberflächenschaum und Restwasser wird ausgetrieben.
- Über 140 ºC — die flüchtigen Anteile verdampfen, das Wachs dunkelt nach und der Geruch geht verloren.
Auf den Kauf übersetzt: entscheidend ist nicht die Leistung, sondern ob du die Temperatur regeln kannst. Ein Gerät, das nur „ein" kennt, führt dich über das Nötige hinaus, sobald du wegschaust.
Die drei Systeme
- Wasserbad (ab 9,90 €) — für kleine Mengen, zum Schmelzen von Blockwachs und für Kerzenarbeit. Über 100 ºC kommt es nicht, und das ist sein Vorzug.
- Dampf — das Werkstattsystem, um Wachs aus alten Waben und Entdeckelungswachs zu gewinnen. Erzeuger und Schlauch sind die Verschleißteile; Ersatz ab 11,50 €.
- Große Anlagen — bis 10.990 €, mit Prozesssteuerung, für alle, die laufend Wachs aufbereiten.
Schmelzen ist nicht Sterilisieren
Das gehört auseinandergehalten. Sporen von Paenibacillus larvae — Amerikanische Faulbrut — abzutöten verlangt 120 ºC über 30 Minuten unter Druck, und das leistet weder ein Wasserbadschmelzer noch ein Dampfwachsschmelzer. Willst du Wachs unklarer Herkunft zum Prägen von Mittelwänden wiederverwenden, ist die Sterilisation ein eigener Schritt, kein Nebeneffekt des Schmelzens.
Was ist ein Wachsschmelzer?
Ein Wachsschmelzer ist ein Gerät, mit dem sich Bienenwachs kontrolliert und sicher erwärmen und schmelzen lässt. Neben der Herstellung von Mittelwänden für die Imkerei findet dieses Wachs viele Anwendungen — von Kerzen und Kosmetik bis zum Buchbinden und weiteren Zwecken.
Wachsschmelzer sind darauf ausgelegt, das Wachs gleichmäßig auf seinen Schmelzpunkt zu bringen, meist etwa 62-64 °C, ohne es zu überhitzen, was das Wachs schädigen oder sogar eine Brandgefahr darstellen könnte.
Wie schmilzt man Bienenwachs?
So schmilzt du Bienenwachs:
Vorbereitung: Achte darauf, dass das Gefäß sauber und trocken ist. Gib das Bienenwachs hinein. Bei einem Wachsschmelzer die Höchstmenge des Geräts nicht überschreiten.
Erhitzen: Bienenwachs schmilzt bei etwa 62-64 °C. Erhitze das Gefäß mit dem Wachs daher auf 70 bis 100 °C. Du kannst einen Wachsschmelzer, einen Schongarer oder ein Wasserbad verwenden. Bienenwachs niemals über 125 °C erhitzen — das mindert die Qualität und kann gefährlich sein.
Beobachten: Behalte das Wachs beim Schmelzen im Auge. Du kannst gelegentlich umrühren, damit es gleichmäßig schmilzt.
Absetzen lassen: Beim Erhitzen sinken die Verunreinigungen durch die Schwerkraft meist auf den Boden des Schmelzers. Viele Geräte haben deshalb einen Auslauf oder Hahn einige Zentimeter über dem Boden, damit das abgezogene Wachs frei von diesen Verunreinigungen ist.
Abkühlen und Gießen: Ist das Wachs vollständig geschmolzen und abgesetzt, kannst du den Hahn öffnen und das flüssige Wachs in Formen aus Kunststoff, Metall oder Silikon gießen. Das können Blockformen sein oder Formen für Erzeugnisse wie Kerzen. Lass das Wachs in der Form abkühlen und fest werden, bevor du es anfasst.
Was unterscheidet Wachsschmelzer und Wachsklärer?
Der wesentliche Unterschied: Ein Wachsschmelzer schmilzt das Wachs nur, überführt es also von fest nach flüssig, damit es sich leichter handhaben lässt. Ein Wachsklärer geht einen Schritt weiter — er schmilzt nicht nur, sondern klärt das Wachs zusätzlich, indem er Verunreinigungen und Rückstände entfernt. Das ergibt ein reineres Wachs, ideal für Anwendungen mit hohem Qualitätsanspruch wie den Wabenbau oder die Herstellung von Mittelwänden und Kerzen. Je nach Bedarf: Für ein einfaches Einschmelzen genügt ein Schmelzer; wer die Endqualität des Wachses optimieren will, fährt mit dem Klärer besser.
Kann ich Bienenwachs ohne Profi-Schmelzer schmelzen?
Ja, Bienenwachs lässt sich auch ohne Profi-Schmelzer schmelzen. Viele Imker und Handwerker nutzen das Wasserbad, um das Wachs sicher und kontrolliert zu verflüssigen. Dabei stellt man das Wachs in einem hitzebeständigen Gefäß in ein zweites mit heißem Wasser; das verhindert Überhitzung und hält eine passende Temperatur (in der Regel zwischen 65 und 90 °C). Wichtig ist, den Vorgang zu beaufsichtigen und hitzefeste Utensilien zu verwenden, damit die Eigenschaften des Wachses erhalten bleiben.
Welche Arten von Wachsschmelzern gibt es?
Es gibt mehrere Arten von Wachsschmelzern; die Wahl hängt von der zu verarbeitenden Wachsmenge, der benötigten Temperaturregelung und den Bedingungen deiner Imkerei ab. Die verbreitetsten:
• Dampfschmelzer: Sie schmelzen das Wachs mit Wasserdampf gleichmäßig und schonend, ohne direkten Kontakt zur Wärmequelle. So bleiben die natürlichen Eigenschaften erhalten; ideal für mittlere Mengen.
• Elektrische Schmelzer: Mit Temperaturregelung, was präzises Erwärmen leicht macht. Sehr praktisch und sicher, empfohlen für den Eigenbedarf ebenso wie für kleine und mittlere Betriebe.
• Gasschmelzer: Sie erzeugen die nötige Wärme mit Gasbrennern. Meist robust und eher in größeren Anlagen anzutreffen, verlangen aber mehr Aufsicht und Sicherheitsvorkehrungen.
• Sonnenwachsschmelzer: Sie nutzen die Sonnenenergie und sind damit ökologisch und günstig. Ihre Wirksamkeit hängt allerdings von Sonnenschein und Wetter ab.
Daneben gibt es manuelle oder halbautomatische Modelle, ideal für Imkereien im kleinen Maßstab oder für alle, die traditionellere Verfahren bevorzugen. Entscheidend ist, den Schmelzertyp zu wählen, der zu deinem Bedarf und zur Wachsmenge passt.
Wie pflege und reinige ich Schmelzer oder Klärer?
Damit Schmelzer oder Klärer in bestem Zustand bleiben, sind ein paar Schritte wichtig: Sie verlängern die Lebensdauer des Geräts und sorgen dafür, dass das Wachs ohne Verunreinigung verarbeitet wird:
• Trennen und abkühlen lassen: Vor der Reinigung immer ausschalten und vom Netz trennen und sicherstellen, dass alles vollständig abgekühlt ist, um Verbrennungen und Schäden zu vermeiden.
• Restwachs entfernen: Im kalten Zustand mit schonendem Werkzeug (Silikonspachtel oder weiche Bürsten) die Wachsreste von Flächen und aus den Filterkammern lösen.
• Reinigung mit Wasser und mildem Spülmittel: Wenn das Material es erlaubt (etwa bei Edelstahlteilen), abnehmbare Teile mit heißem Wasser und neutralem Reiniger waschen. Scheuermittel vermeiden, sie können die Oberflächen zerkratzen oder beschädigen.
• Sorgfältig trocknen: Nach der Reinigung alle Teile gut abtrocknen, um Korrosion vorzubeugen — besonders bei Metallteilen.
• Elektrische Bauteile schonen: Für Bereiche, die nicht nass werden dürfen, ein leicht angefeuchtetes Tuch verwenden oder die Herstellerangaben zur Reinigung von Elektronik und Bedienelementen befolgen.
• Regelmäßige Wartung: In festen Abständen gründlich reinigen und dabei — soweit möglich — die abnehmbaren Teile demontieren, um jeden Wachsrest zu entfernen und einen effizienten Betrieb zu sichern.
Mit dieser Pflege arbeitet dein Schmelzer oder Klärer optimal und die Qualität des verarbeiteten Wachses bleibt dauerhaft erhalten.
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