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Schleuderwelle

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Joshua Ivars
Joshua Ivars
Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Imkerei arbeitet Joshua mit dem Nationalen Imkerkongress im wissenschaftlichen Ausschuss in den Bereichen Wirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit zusammen.

Die Wahl einer Honigschleuder sollte nicht nur davon abhängen, wie viele Rähmchen hineinpassen. Das ist einer der häufigsten Fehler. Entscheidend ist die Kombination aus drei Faktoren: Rähmchentyp, Anzahl der Bienenvölker und Art des Honigs. Wenn Sie mit Honigräumen, Halbzargen und eher flüssigen Honigen arbeiten, ist eine Radialschleuder meist eine sehr praktische Lösung, da beide Seiten des Rähmchens gleichzeitig ausgeschleudert werden und weniger Handarbeit nötig ist. Wenn Sie dagegen mit Layens, Dadant-Brutraumrähmchen oder zähflüssigeren Honigen arbeiten, empfehle ich in der Regel eine Tangentialschleuder oder eine reversible Tangentialschleuder, da sie große Rähmchen meist besser entleert und eine kontrolliertere Schleuderung ermöglicht.

Mein Rat ist: Wählen Sie nicht nur nach der Anzahl der Völker, die Sie heute haben, sondern nach dem Arbeitstempo, das Sie in der Saison erreichen möchten. Eine zu kleine Schleuder kostet am Ende Zeit, Kraft und Nerven; eine überdimensionierte Schleuder ist aber auch nicht immer die beste Wahl, wenn sie nicht zu Ihrem Schleuderraum, Ihrer Entdeckelung oder Ihrem tatsächlichen Erntevolumen passt. Für kleinere Imkereien würde ich Einfachheit, leichte Reinigung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis priorisieren. Für mittlere oder professionelle Betriebe würde ich vor allem auf Motor, Geschwindigkeitsregelung, Stabilität des Korbs, einfaches Beladen und Verfügbarkeit von Ersatzteilen achten. Eine gute Honigschleuder ist nicht nur die, die Honig schleudert: Sie ist die, mit der Sie schneller arbeiten, weniger Waben beschädigen und den Tag mit weniger Ermüdung abschließen.

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Honigschleuder

Die Wahl hängt nicht an der Größe, sondern daran, welche Wabe du erntest und wie dein Honig ist. Ist das geklärt, ergibt sich der Durchmesser von selbst.

Radial oder tangential

  • Radial — die Waben stehen wie Speichen um die Achse und es wird beidseitig gleichzeitig geschleudert. Passt zu Honigräumen, Halbzargen, Langstroth und flüssigen Honigen. Mehr Waben je Durchmesser und schnellerer Durchsatz. Bei großen Brutwaben kann der obere Bereich schlechter entleert werden, und zu hohe Drehzahl mit frischem Wabenbau bricht die Waben.
  • Tangential — die Wabe steht mit einer Seite zur Trommelwand. Die Kraft wirkt direkter, deshalb bekommt sie mehr aus dichten Honigen und großen Waben heraus: passend zu Layens und Dadant-Brutwaben. Dafür muss man bei nicht wendbaren Modellen eine Seite schleudern, wenden und nachschleudern.
  • Wendbar tangential — der Korb dreht, ohne die Wabe herauszunehmen. Löst das Wenden bei gleichem Ertrag im dichten Honig, daher im Berufsbetrieb mit Layens oder Dadant üblich.
  • Horizontal — für automatisierte Straßen. Verlangt Schleuderraum, Platz, Schienen und integrierte Entdeckelungsmaschine.

Nach Völkerzahl

Bei wenigen Völkern oder zum Einstieg lässt sich eine manuelle Tangentialschleuder mit 2 bis 4 Waben besser rechtfertigen als eine große Maschine. Zwischen 30 und 100 zählt nicht die reine Größe, sondern Motor und Drehzahlregelung. Über 150 entscheidet die Betriebsweise: radial bei Honigräumen, wendbar oder horizontal, wenn Brutwaben überwiegen.

Die zwei Maße, die vergessen werden

Der Trommeldurchmesser entscheidet, ob die Maschine dort steht, wo sie stehen soll — mit Platz zum Beschicken, nicht nur ob sie hineinpasst. Und die Auslaufhöhe entscheidet, ob ein Abfüllbehälter darunter passt, ohne die Schleuder aufzubocken. Vorher messen: das ist das häufigste Bedauern in dieser Kategorie.

Für die Korbkompatibilität gilt eine Enthaltungsregel: schau auf die größte Wabe, die du schleudern wirst, denn alles Kleinere passt hinein. Ein für Dadant-Brutwaben ausgelegter Korb nimmt auch Langstroth-Brutwaben und zwei Halbzargenwaben übereinander. Nicht hinein passt die Layens, ein anderes Format, das einen vorbereiteten Korb verlangt.

Ein ehrlicher Hinweis: keine Schleuder löst jeden Honig. Calluna-Heidehonig und unter der Deckelung kristallisierte Honige brauchen eigene Verfahren, Pressen oder vorheriges Entdeckeln — nicht mehr Umdrehungen. Vor der Schleuder steht die Entdeckelungsmaschine.

Hast du Fragen zu Honigschleuder?

Wie funktioniert eine Honigschleuder?

Eine Honigschleuder, auch Honigzentrifuge genannt, ist ein mechanisches Gerät, das den Honig mit Fliehkraft aus den Waben löst. So läuft der Vorgang ab:

Einsetzen der Rähmchen: Nach dem Entdeckeln kommen die Honigwaben in die Schleuder. Schleudern gibt es in unterschiedlichen Fassungsvermögen. Die Waben stehen in Körben im Inneren, meist senkrecht.

Drehen der Schleuder: Die Schleuder wird in Bewegung gesetzt, per Handkurbel oder Elektromotor. Sobald sie sich dreht, entsteht eine Fliehkraft, die den Honig aus den Wabenzellen treibt.

Austrag des Honigs: Während sich die Schleuder dreht, wird der Honig durch die Fliehkraft aus den Zellen gedrückt. Er läuft dann an den Innenwänden hinab.

Auffangen des Honigs: Am Boden der Schleuder sitzt ein Auslauf oder Quetschhahn. Durch die Schwerkraft sammelt sich der ausgetragene Honig unten und kann von dort in ein Auffanggefäß fließen.

Wichtig: Die Drehzahl muss sorgfältig geregelt werden. Zu schnell beschädigt die Waben, zu langsam holt nicht allen Honig heraus. Die genaue Schleuderdauer hängt von mehreren Faktoren ab: Viskosität des Honigs, Größe und Bauart der Schleuder sowie Umgebungstemperatur.

Das ist das Grundprinzip des Honigschleuderns. Schleudern unterscheiden sich allerdings je nach Modell und Hersteller in Bauart und Bedienung.

Wie läuft die Honigernte ab?

Der Honig wird mit einer Honigschleuder aus den Waben gewonnen. Sind die entdeckelten Rähmchen eingesetzt, wird die Schleuder in Gang gesetzt und erzeugt eine Fliehkraft, die den Honig gegen die Wandung treibt. Der Honig läuft nach unten, sammelt sich am Boden der Schleuder und wird über Quetschhahn oder Ventil in ein Gefäß geleitet. Danach wird er gesiebt, geklärt und kann abgefüllt werden.

Was unterscheidet Tangential-, Radial- und Wendeschleuder?

Das ist die Entscheidung, die den Kauf am stärksten prägt, und sie hängt vor allem vom Rähmchen ab, das du schleudern willst.

Tangentialschleuder: Die Rähmchen liegen flach an der Schleuderwand, mit einer Seite nach außen. Nur diese Seite wird leer, man muss also anhalten, jedes Rähmchen herausnehmen und wenden. Das ist die günstigste Variante und bei kleinen Schleudern die übliche. Da die Innenseite noch voll ist, nicht ruckartig beschleunigen: Es ist das Gewicht des noch enthaltenen Honigs, das die Wabe zerreißt.

Radialschleuder: Die Rähmchen stehen wie Speichen eines Rades, mit dem Oberträger nach außen. Beide Seiten leeren sich gleichzeitig, weil die Zellen von Natur aus leicht ansteigen — die Rähmchen müssen also nie angefasst werden. Sie braucht längere Schleuderzeiten und arbeitet gut mit Honigraumrähmchen; bei sehr tiefen Rähmchen verliert sie an Wirkung.

Wendeschleuder: eine Tangentialschleuder, deren Körbe sich drehen lassen, sodass man die Seite wechselt, ohne das Rähmchen herauszunehmen. Sie ist die übliche Wahl bei Layens und großen Rähmchen, wo die Radialschleuder keine guten Ergebnisse liefert.

Kurz: Honigräume und große Mengen — radial; großes Rähmchen vom Typ Layens — Wendeschleuder; Einstieg mit wenigen Völkern — tangential.

Handbetrieb oder Elektroantrieb — was ist besser?

Die Wahl zwischen einer handbetriebenen Honigschleuder und einer elektrischen hängt von deinen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Handschleudern sind günstiger und passen zu Imkern mit wenigen Völkern. Elektrische Schleudern arbeiten effizienter und verlangen weniger Kraft, was sie für größere Betriebe ideal macht. Ausschlaggebend sollten die Größe deiner Imkerei und dein Budget sein.

Welche Schleudergröße passt zu einer kleinen Imkerei?

Die passende Schleudergröße für eine kleine Imkerei richtet sich nach der Zahl der Völker:

Bis 5 Völker genügt eine günstige Tangentialschleuder für zwei Rähmchen. Bei 5 bis 10 Völkern empfiehlt sich eine handbetriebene Tangentialschleuder für drei bis vier Rähmchen. Bei 10 bis 30 Völkern ist eine Schleuder für vier Rähmchen ratsam, hand- oder elektrisch betrieben. Wer 30 bis 100 Völker führt, sollte eine elektrische Schleuder für vier oder mehr Rähmchen erwägen. Für größere Betriebe mit mehr als 150 Völkern lohnt eine Schleuder hoher Kapazität und Qualität — je nach Bedarf als Wende-Tangentialschleuder (für Layens) oder als Radialschleuder (für Honigräume).

Wie reinigt und pflegt man eine Honigschleuder?

So reinigst und pflegst du eine Honigschleuder:

  1. Nach jedem Einsatz Honig- und Wachsreste aus der Schleuder entfernen.
  2. Ist sie zerlegbar, auseinandernehmen und die Teile einzeln reinigen.
  3. Optional kannst du ein geeignetes Desinfektionsverfahren anwenden, etwa Natronlauge oder Chlorbleiche, nach Anleitung.
  4. Alle Teile gründlich mit sauberem Wasser spülen.
  5. An der Luft trocknen lassen, bevor die Schleuder sauber und trocken eingelagert wird.

Denk an Schutzausrüstung und daran, dass die Chemikalien nicht mit den Bienen in Berührung kommen. Regelmäßige Reinigung hält den Imkereibetrieb hygienisch.

Was kostet eine Honigschleuder?

Der Preis einer Honigschleuder schwankt stark und hängt von Faktoren wie Bauart, Fassungsvermögen und Antrieb ab. Die einfachsten Modelle, etwa handbetriebene Schleudern für 2 Rähmchen, beginnen bei rund 119,95 €. Am anderen Ende können die fortschrittlicheren Schleudern mit größerem Fassungsvermögen, etwa Wendeschleudern für 16 Rähmchen, Preise bis zu 11.000 € erreichen. Die Spanne spiegelt die Unterschiede in Funktionsumfang und Leistung wider — ob tangential, radial oder wendbar — sowie die Zahl der Rähmchen, die sie aufnehmen.