Flügelhonigpumpe mit 900 L/h und Bedienpult zur Drehzahlregelung, auf Fahrwagen mit Rollen. 370-W-Einphasenmotor (230 V), 30 kg. Für das Umpumpen zwischen Fässern und das Beschicken von Abfüllanlagen. Version ohne Drehzahlregelung: HP-122.
Die Flügelpumpe mit Bedienpult — das Umpumpen, das sich jeder Aufgabe anpasst, vom Fass bis zur Abfüllanlage.
200 kg Honig aus einem Fass in einen Reifebehälter umpumpen und einen feinen Strahl für die Abfüllanlage dosieren sind zwei Aufgaben, die eine einzige Pumpe erledigen kann —wenn sie sich einstellen lässt. Billigmodelle bieten eine Drehzahl und erwarten, dass alles passt; professionelle Drehkolbenpumpen lösen das Problem, kosten aber das 3-4-fache dessen, was ein semi-professioneller Imker rechtfertigen kann. Diese Flügelpumpe mit 900 L/h, Bedienpult und Drehzahlregelung sitzt exakt im nützlichen Mittelfeld: ausreichend Durchsatz zum Umpumpen zwischen Fässern, ausreichend Feinheit zur Beschickung von Abfüllanlagen ohne Verstopfung, auf Fahrwagen mit Rollen und mit einem einphasigen 370-W-Motor, der sich an jede Steckdose im Schleuderraum anschließen lässt.
Das Pult erlaubt die Regelung der Rotordrehzahl, und das verändert den realen Einsatz. Bei Vollgas bewegen die nominalen 900 L/h (etwa 15 L/min oder ≈ 1 300 kg/h Flüssighonig) rasch zwischen 300-kg-Fässern und Reifebehältern; bei niedriger Drehzahl —rund 30-40 % des Maximums— kannst du Abfüllanlagen oder Dosierstraßen beschicken, ohne zu verstopfen, ohne Schaum und ohne den Trichter zu überfluten. Das ist der funktionale Unterschied zur Schwester HP-122 (gleiche Pumpe, ohne Pult): der Aufpreis ist nicht dekorativ, du bezahlst dafür, zwei Arbeiten mit einer einzigen Maschine erledigen zu können.
Die Flügelpumpe arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip: der Rotor dreht exzentrisch im Gehäuse, und die Gummiflügel (in radialen Nuten des Rotors geführt) werden durch Fliehkraft nach außen gedrückt, dichten gegen das Gehäuse ab und schieben den Honig vom Eingang zum Ausgang in einem kontinuierlichen Zyklus. Gegenüber der Schlauchpumpe bietet sie mehr Durchsatz pro Euro und startet besser mit zähflüssigen Honigen; gegenüber der Drehkolbenpumpe ist sie mehrfach günstiger und für semi-professionelle Mengen ausreichend. Der Haken: Gummiflügel verschleißen (einmal pro Saison prüfen) und die Pumpe darf niemals trocken laufen —ohne Honig reiben die Flügel am Gehäuse und brennen innerhalb von Sekunden.
Perfekt mit flüssigen oder vorgewärmten Honigen (25-30 °C): Sommertracht, Sonnenblume, Raps, Akazie, frisch geernteter Eukalyptus. Sie verträgt auch mittelzähe Honige bei 28-30 °C (Kastanie, nicht kristallisierte Heide) ordentlich. Sie ist nicht die Pumpe für kristallisierten oder kalten Honig: hat der Honig Klümpchen oder liegt unter 18-20 °C, ist der 370-W-Motor zu knapp, der Strom steigt, und bei wiederholter Belastung brennt er durch. Faustregel im Schleuderraum: läuft der Honig nicht frei aus dem Fasshahn, pumpe ihn nicht —wärme ihn vorher im Wärmekabinet auf. Für größere Mengen oder regelmäßig schwierige Honige lieber zur Drehkolbenpumpe greifen.
Das ist nicht pumpenspezifisch, sondern allgemeine Regel beim Honigtransfer: Honig niemals über 40 °C bewegen. Darüber steigt der HMF-Wert (Hydroxymethylfurfural, Abbauindikator, den die EU-Verordnung auf 40 mg/kg begrenzt) und Enzyme wie die Diastase oxidieren, was sich in Laboranalysen und vor allem im Aroma niederschlägt. Wer den Honig im Wärmekabinet verflüssigt hat, lässt ihn vor dem Start der Pumpe auf 30-35 °C abkühlen. Die Pumpe selbst erzeugt mit Honig keine nennenswerte Wärme —der Rotor wird bei mittlerer Drehzahl kaum warm—, aber warm ankommender Honig hält seine Temperatur während des Transfers.
Erstinbetriebnahme: nicht trocken starten. Fülle die Pumpe am Eingang mit Honig, bis das Gehäuse benetzt ist, oder starte mit warmem Wasser, wenn du sie vor dem ersten Transfer spülen willst. Wenn du mitten in der Arbeit anhältst: den Honig nicht im Inneren erstarren lassen —mit warmem Wasser spülen, abtropfen lassen, trocken lagern. Saisonende: Auslaufhahn und Gehäusedeckel demontieren, Flügel kontrollieren; bei gerissenem oder ausgebrochenem Gummi vor der nächsten Saison austauschen (Standardersatzteile im Imkereikatalog). Mit dieser Grundpflege hält die Pumpe problemlos 8-10 Saisons im semi-professionellen Einsatz durch.
| Pumpentyp | Drehflügelpumpe (Verdrängung) |
| Nenndurchsatz | 900 L/h (≈ 15 L/min, ≈ 1 300 kg/h) |
| Steuerung | Bedienpult mit Drehzahlregelung |
| Nutzbereich | ~30 % (feine Dosierung) bis 100 % (schneller Transfer) |
| Motor | 370 W |
| Stromversorgung | Einphasig 230 V |
| Aufbau | Auf Fahrwagen mit Rollen |
| Gewicht | 30 kg |
| Max. Honigtemperatur | 40 °C (allgemeine Branchenregel) |
| Wartung | Gummiflügel 1×/Saison kontrollieren |
| Empfohlene Verwendung | Flüssiger oder vorgewärmter Honig (25-35 °C), Umpumpen und Abfüllen |
| Geschätzte Lebensdauer | 8-10 Saisons bei Grundwartung |
| Version ohne Drehzahlregelung | HP-122 |