75 g DOSE · 37 VÖLKER | 3 Wege VERDAMPFEN, TRÄUFELN, SPRÜHEN |
0,71 g/g OXALSÄURE | 2-10 °C ZUM VERDAMPFEN |
Oxalsäure als Pulver, in Spanien für alle drei Wege zugelassen: Verdampfen, Träufeln und Sprühen.
Die75 g 75 g-Dose enthält einen 1 g-Dosierlöffel und reicht für37 Völker im Verdampfungsverfahren. Dass es ein zugelassenes Arzneimittel ist, zählt hier:Seine Fachinformation erlaubt das Verdampfen ausdrücklich — sie nennt die Verdampfer Varrox und Varrox Eddy als Beispiele — und legt für jeden Weg Temperatur und Konzentration fest. Industrielle Oxalsäure bringt das nicht mit.
01 · DIE UNVERHANDELBARE BEDINGUNG
Oxalsäure tötet über Kontakt unddringt nicht durch die Verdeckelung: Die Varroa in einer verdeckelten Zelle bleibt unberührt. Deshalb beschränkt sich die zugelassene Indikation aufbrutfreie Völker. Zwei praktische Folgen: Behandelst du im Sommer einen Schwarm oder ein Kunstvolk, verlangt die Fachinformation,danach eine Behandlung im Herbst/Winter oder Frühjahr anzuschließen ; und im Frühjahr oder Sommer wendet man es besserzu Zeiten an, in denen die Bienen nicht fliegen, denn mit dem halben Volk im Feld bleibt das halbe Volk unbehandelt. Auch wird es nicht leichtfertig wiederholt:mehr als einmal je Arbeiterinnengeneration zu behandeln schadet den Bienen und schwächt das Volk.
02 · DIE DREI WEGE
Es ist der leichteste Fehler bei diesem Mittel. Die Fachinformation nenntzwei Träufelkonzentrationen: eine für den Winter in Nord- und Mitteleuropa und eine stärkere fürSüdeuropa und den Sommer in ganz Europa. Südeuropa fällt unter die zweite:6 Beutel oder 12 Löffel, nicht 4. Bei der nördlichen zu bleiben heißt, mit zwei Dritteln der Dosis zu behandeln.
| WEG | DOSIS UND MISCHUNG | TEMPERATUR |
|---|---|---|
| Verdampfen (Sublimation) | 2 g — 1 Beutel oder 2 Löffel — pro Volk, im Verdampfer | Außen2 bis 10 °C, Herbst/Winter |
| Träufeln (Südeuropa) | 6 Beutel oder 12 Löffel in 200 ml lauwarmem 1:1-Sirup → 4 Völker. 6 %ige Dihydrat-Lösung | Außen über−15 °C |
| Sprühen | 3 Beutel oder 6 Löffel in 200 ml lauwarmem Wasser → 3 Völker. 3 %ige Lösung. Höchstens 80 ml pro Volk | Außen über8 °C |
Die Mischung wird in einemnichtmetallischen Gefäß angesetzt — Oxalsäure greift Metall an — und lauwarm sowie frisch gelöst angewendet. Beim Träufeln sind es0,25 ml/dm² je Seite: 3-4 ml pro Wabengasse bei kleinem Rähmchen und5-6 ml bei Dadant; bei zwei Zargen zuerst die untere. Beim Sprühen0,3 ml/dm² mit den Waben um45° geneigt, damit kein Mittel in die Zellen gelangt, und Schwärme mit20-25 ml je Kilo Bienen.
03 · NACH DER BEHANDLUNG
Nach dem Träufeln hält der Falldrei Wochen an, nach dem Sprühenzwei. Gut zu wissen, bevor man die Behandlung nach drei Tagen für gelungen oder misslungen hält. Wer verdampft hat,hält das Flugloch danach noch eine Weile geschlossen. Eine zweite Verdampfungsbehandlung nach zwei Wochen ist nur in zwei Fällen vorgesehen: stark reinfestierte Völker — über6 % — mehr als eine Milbe Fall pro Tag — oder Völker mit verdeckelten Brutbereichen mitten im Winter. Und die Fachinformation ist ehrlich, was zu erwarten ist: erhöhte Bienensterblichkeit gilt alssehr häufig , in mehr als einem von zehn behandelten Völkern.
04 · HONIG UND HONIGRÄUME
Die Wartezeit für Honig beträgtnull Tage, und im selben Abschnitt stehen die zwei Bedingungen, die dazugehören:es wird nicht während der Tracht angewendet und in Produktionsvölkernwird ohne aufgesetzte Honigräume behandelt. Das passt zur Indikation — brutfreies Volk — und setzt die Anwendung dorthin, wo sie sinnvoll ist: nach Saisonschluss oder in die brutfreie Winterpause.
⚠ VORSICHTSMASSNAHMEN
Sie ist stark sauer, reizend und ätzend für Haut, Augen und Schleimhäute. Handhabung mit Schutzkleidung,chemikalienbeständigen Handschuhen und Schutzbrille. Und die Maske richtet sich nach dem Weg:FFP3 zum Verdampfen oder Sprühen undmindestens FFP2 zum Träufeln. Immer im Freien oder in gut belüfteter Umgebung ansetzen, und beim Verdampfen oder Sprühenmit dem Rücken zum Wind stehen, und darauf achten, wer sich in der Nähe aufhält.
Hand-Auge- und Hand-Mund-Kontakt vermeiden und während der Handhabung nicht essen, trinken oder rauchen. Bei Spritzern sofort mit reichlich Wasser abwaschen. Gebrauchte Beutel und leere Dosen sofort entsorgen, die Ausrüstung reinigen undaußerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
05 · VOR DEM KAUF
Dieses Format ist die75 g-Dose mit 1 g-Dosierlöffel. Beim Verdampfen mit 2 g pro Volk reicht sie für37 Völker; beim Träufeln oder Sprühen ändert sich die Ergiebigkeit, weil die Dosis über die Lösung läuft. Zum Verdampfen braucht es zusätzlich einenVerdampfer: Das Produkt ist das Pulver, nicht das Gerät. Varroxal istnicht verschreibungspflichtig.
| ✓ PASST | Brutfreie Völker, Schwärme und Kunstvölker. Jedes Rähmchenmaß: Die Dosis geht nach dm² Wabenfläche. |
| ✕ PASST NICHT | Völker mit verdeckelter Brut, Anwendung während der Tracht und Behandlung mit aufgesetzten Honigräumen. |
| ⚠ ACHTUNG | Die Dose hält nach dem Öffnen bis zum Verfallsdatum, aberdie angesetzte Lösung ist sofort zu verwenden: Nur so viel anrühren, wie unmittelbar verbraucht wird. |
| Bezeichnung | Varroxal 0,71 g/g Pulver für Bienenstöcke |
|---|---|
| Zulassungsnummer | 4250 ESP · ATCvet QP53AG03 |
| Wirkstoff | 0,71 g Oxalsäure je Gramm (entspricht 1 g Oxalsäure-Dihydrat) · weißes kristallines Pulver |
| Indikation | Varroose in Völkernohne Brut · dringt nicht durch die Verdeckelung |
| Verdampfen | 2 g pro Volk, bei 2-10 °C, Herbst/Winter · zweite Behandlung nach 2 Wochen nur bei Befall über 6 % |
| Träufeln (Südeuropa) | 6 Beutel oder 12 Löffel in 200 ml 1:1-Sirup → 6 %ige Lösung, für 4 Völker · 0,25 ml/dm² |
| Sprühen | 3 Beutel oder 6 Löffel in 200 ml Wasser → 3 %ige Lösung, für 3 Völker · 0,3 ml/dm², max. 80 ml/Volk |
| Wartezeit | Honig: null Tage. Nicht während der Tracht anwenden · in Produktionsvölkern ohne aufgesetzte Honigräume behandeln |
| Gebinde und Haltbarkeit | 75 g-Dose mit 1 g-Löffel (37 Völker beim Verdampfen) · 5 Jahre · angesetzte Lösung sofort verwenden · trocken und ohne direkte Sonne |
| Abgabe | Nicht verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel |
Technische Daten
Besondere Bestellnummern