1 L LTA-FORMAT | 10 ML JE 500 ML |
3 WOCHEN | >12 °C MITTELTEMPERATUR |
Micostop ist ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel für Honigbienen auf Basis einer wässrigen Lösung mit ätherischem Sommer-Bohnenkrautöl (Satureja hortensis), das in festgelegten Phasen zur Nahrungsunterstützung in Sirup gemischt wird.
Diese Produktseite gilt ausschließlich für das 1-Liter-Format. Das Mittel wird zur Unterstützung schwacher Völker und eines angemessenen Hygieneverhaltens beschrieben; es ist weder Arzneimittel noch Fungizid und verspricht keine Heilung der Kalkbrut.
01 · EIGNUNG VORHER PRÜFEN
Als Zeitfenster werden Februar/März vor dem Aufsetzen der Honigräume oder das Ende des Sommers ohne Honigräume genannt. Die mittlere Außentemperatur muss über 12 °C liegen. Vor dem Ansetzen des Sirups Futtervorrat, Eintrag, Volksstärke, Brut, Feuchtigkeit und Gesundheitszustand prüfen. Geringe Aufnahme kann eine Diagnose und eine Änderung der Betriebsweise erfordern, nicht einfach mehr Zusatzfutter. Laut technischem Datenblatt soll Micostop beim Frühjahrsbeginn nicht verwendet werden, wenn das Volk sehr schwach ist —nur 2–3 Waben— und zugleich Kalkbrutanzeichen zeigt. Während einer kommerziellen Tracht oder mit Erntehonigräumen darf nicht gefüttert werden: Die Aufnahme kann sinken und zusätzliches Futter kann die Honigernte beeinträchtigen.
02 · ABMESSEN, MISCHEN UND FÜTTERN
Vor dem Dosieren stets das Etikett des gelieferten Gebindes prüfen. Die aktuell eingesehene Herstellerangabe lautet: 10 ml Micostop in 500 ml Zuckersirup je Volk verdünnen, gründlich mischen und einmal wöchentlich über 3 Wochen im Fütterer geben. Oberflächlicher Schaum verschwindet nach wenigen Sekunden. Mit einem graduierten Messgerät arbeiten; das Konzentrat nicht unverdünnt einbringen und eine versäumte Gabe nicht durch eine doppelte Folgedosis ausgleichen. Geeignet sind Tassen- oder Futtertaschen mit Ertrinkungsschutz sowie Vakuumfütterer. Ausdrücklich nicht empfohlen wird ein Baravalle-Fütterer mit geschlossener Futterkammer; dies ist kein pauschales Verbot aller Deckelfütterer. Aufnahme beobachten und verdorbene Reste entfernen. Weicht das Etikett ab, Zubereitung stoppen und nachfragen; Angaben verschiedener Revisionen niemals mitteln.
03 · ANWENDER UND VOLK SCHÜTZEN
Das technische Datenblatt kennzeichnet das Konzentrat mit H315 —verursacht Hautreizungen— und H319 —verursacht schwere Augenreizung—. Beim Abmessen und Mischen Handschuhe sowie Augen- oder Gesichtsschutz tragen, Spritzer vermeiden und für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nach Augenkontakt sorgfältig mit Wasser spülen; bei Kontakt mit Haut oder Haar kontaminierte Kleidung entfernen und entsprechend dem Etikett waschen. Produkt und Behälter nach örtlichen Vorgaben entsorgen. Chargenangabe und Behälterdatum bis zum Verbrauch aufbewahren. Als vorzugsweise Verbrauchsfrist werden 2 Jahre ab Abfüllung genannt; maßgeblich bleiben Datum und Lagerhinweise auf dem tatsächlichen Gebinde. Eine eigene Bio-Zertifizierung besteht nicht: Vor Einsatz in einem Öko-Betrieb die zuständige Kontrollstelle fragen.
04 · VOR DEM KAUF
Mumien oder ein zu Kalkbrut passendes Brutbild werden durch Micostop weder diagnostiziert noch behoben. Beutenboden vor und nach der Fütterung reinigen, stark befallene Waben entfernen, die Beute trocken und belüftet halten und kein Material in ein anderes Volk übertragen. Volksstärke, Vorräte, Königin und Hygieneverhalten prüfen; bei Wiederholung kann Umweiselung aus hygienischer Herkunft sinnvoll sein. Laborergebnisse mit ätherischen Ölen belegen keine gesicherte Feldwirkung. Heilung, Vorbeugung, Volkszuwachs und Honigertrag sind nicht garantiert: Es handelt sich um eine Fütterungsfolge innerhalb vollständiger Völkerführung, nicht um eine Einzellösung.
| GEEIGNET | Aufnahmefähiges Volk ohne Honigräume bei einer mittleren Temperatur über 12 °C. |
| NICHT VERWENDEN | Mit Erntehonigräumen oder bei sehr schwachem 2–3-Waben-Volk mit Kalkbrutanzeichen. |
| ETIKETT GILT | Dosis, Zusammensetzung, Charge und Datum prüfen; verschiedene Revisionen nicht vermischen. |
| Produkt | Micostop · Bienen-Ergänzungsfutter |
|---|---|
| LTA-Ref. | 120177 · Produkt 360 |
| Format | 1 Liter / 1000 ml |
| Basis | Wässrige Lösung mit ätherischem Bohnenkrautöl · Satureja hortensis |
| Rezeptur | Etikett prüfen; Emulgator wegen abweichender Online-Angaben nicht genannt |
| Dosis | 10 ml Produkt in 500 ml Sirup je Volk |
| Rhythmus | 1× wöchentlich über 3 Wochen · mindestens 3 Gaben |
| Reichweite | 100 Gaben zu 10 ml · 33 vollständige Programme plus eine Gabe |
| Temperatur | Mittlere Saisontemperatur über 12 °C |
| Zeitpunkt | Februar/März vor Honigräumen oder Spätsommer ohne Honigräume |
| Honigernte | Nicht mit Erntehonigräumen oder während kommerzieller Tracht einsetzen |
| Fütterer | Tasse/Tasche mit Ertrinkungsschutz; Vakuum; kein Baravalle mit geschlossener Kammer |
| Schwaches Volk | Im Frühjahr nicht bei 2–3 Waben und Kalkbrutanzeichen verwenden |
| Sicherheit | H315 + H319 · Handschuhe und Augen-/Gesichtsschutz |
| Öko | Keine eigene Bio-Zertifizierung; Kontrollstelle fragen |
| Frist | 2 Jahre ab Abfüllung; Behälterdatum ist maßgeblich |
| Einordnung | Nahrungsunterstützung; kein Arzneimittel, kein Ersatz für Diagnose, Hygiene oder Lüftung |

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