Flügelhonigpumpe mit 900 L/h und fester Drehzahl, auf Fahrwagen mit Rollen. 370-W-Einphasenmotor (230 V), 30 kg. Für das direkte Umpumpen zwischen Fässern und das Befüllen von Reifebehältern. Version mit Bedienpult und Drehzahlregelung: HP-124.
Die direkte Flügelpumpe — feste Drehzahl, Umpumpen zwischen Fässern, null Elektronik.
Nicht jeder Imker braucht ein Bedienpult zum Umpumpen. Wenn deine Routine darin besteht, Honig von einem Fass in ein anderes zu bewegen, einen Reifebehälter zu leeren oder einen Tank zu befüllen, reicht feste Drehzahl: einstecken, Hahn öffnen und die Pumpe erledigt ihre Arbeit ohne weitere Regelung. Diese Flügelpumpe mit 900 L/h und einem einphasigen 370-W-Motor auf Fahrwagen mit Rollen ist die vereinfachte Variante des Pultmodells (HP-124): gleiche Pumpe, gleicher Motor, gleiches Gehäuse —aber ohne die Regelelektronik, die nicht jeder braucht, und damit günstiger.
Reicht, wenn: dein Arbeitsablauf Fass-zu-Fass-Umpumpen, Fass zu Reifebehälter oder Tank zu Fass ist. Bei nominalen 900 L/h (etwa 15 L/min oder ≈ 1 300 kg/h Flüssighonig) leerst du ein 300-kg-Fass in 15-20 Minuten. Ein, aus, einstecken —mehr nicht. Reicht nicht, wenn: du Abfüllanlagen, Dosierstraßen oder Dosiersysteme beschickst, wo Durchflusskontrolle Pflicht ist, um den Trichter nicht zu überfluten und keine Schaumbildung zu provozieren. Für diesen Fall ist die Version mit Pult und Regelung die HP-124 (gleiche Pumpe, mit Drehzahlregelung).
Die Flügelpumpe arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip: der Rotor dreht exzentrisch im Gehäuse, und die Gummiflügel (in radialen Nuten des Rotors geführt) werden durch Fliehkraft nach außen gedrückt, dichten gegen das Gehäuse ab und schieben Honig vom Eingang zum Ausgang in einem kontinuierlichen Zyklus. Gegenüber der Schlauchpumpe bietet sie mehr Durchsatz pro Euro und startet besser mit zähflüssigen Honigen; gegenüber der Drehkolbenpumpe ist sie mehrfach günstiger und für semi-professionelle Mengen ausreichend. Der Haken: Gummiflügel verschleißen (einmal pro Saison prüfen) und die Pumpe darf niemals trocken laufen —ohne Honig reiben die Flügel am Gehäuse und brennen innerhalb von Sekunden.
Perfekt mit flüssigen oder vorgewärmten Honigen (25-30 °C): Sommertracht, Sonnenblume, Raps, Akazie, frisch geernteter Eukalyptus. Verträgt auch mittelzähe Honige bei 28-30 °C (Kastanie, nicht kristallisierte Heide) ordentlich. Sie ist nicht die Pumpe für kristallisierten oder kalten Honig: hat der Honig Klümpchen oder liegt unter 18-20 °C, ist der 370-W-Motor zu knapp, der Strom steigt, und bei wiederholter Belastung brennt er durch. Faustregel: läuft der Honig nicht frei aus dem Fasshahn, pumpe ihn nicht —wärme ihn vorher auf. Für größere Mengen oder regelmäßig schwierige Honige zur Drehkolbenpumpe greifen.
Das ist nicht pumpenspezifisch, sondern allgemeine Regel beim Honigtransfer: Honig niemals über 40 °C bewegen. Darüber steigt der HMF-Wert (Hydroxymethylfurfural, EU-Grenzwert 40 mg/kg) und Enzyme wie die Diastase oxidieren. Hast du den Honig im Wärmekabinet verflüssigt, lass ihn auf 30-35 °C abkühlen, bevor du die Pumpe startest. Die Pumpe selbst erzeugt mit Honig keine nennenswerte Wärme, aber warm ankommender Honig hält seine Temperatur während des Transfers.
Erstinbetriebnahme: nicht trocken starten. Pumpe am Eingang mit Honig füllen, bis das Gehäuse benetzt ist, oder mit warmem Wasser anlaufen, wenn du sie vor dem ersten Transfer spülen willst. Wenn du mitten in der Arbeit anhältst: den Honig nicht im Inneren erstarren lassen —mit warmem Wasser spülen, abtropfen lassen, trocken lagern. Saisonende: Auslaufhahn und Gehäusedeckel abnehmen, Flügel kontrollieren; bei gerissenem oder ausgebrochenem Gummi vor der nächsten Saison austauschen (Standardersatzteile im Imkereikatalog). Mit dieser Grundpflege hält die Pumpe problemlos 8-10 Saisons im semi-professionellen Einsatz durch.
| Pumpentyp | Drehflügelpumpe (Verdrängung) |
| Nenndurchsatz | 900 L/h (≈ 15 L/min, ≈ 1 300 kg/h) |
| Steuerung | Ein/Aus (feste Drehzahl) |
| Motor | 370 W |
| Stromversorgung | Einphasig 230 V |
| Aufbau | Auf Fahrwagen mit Rollen |
| Gewicht | 30 kg |
| Max. Honigtemperatur | 40 °C (allgemeine Branchenregel) |
| Wartung | Gummiflügel 1×/Saison kontrollieren |
| Empfohlene Verwendung | Umpumpen zwischen Fässern und Reifebehältern (flüssiger oder vorgewärmter Honig) |
| Geschätzte Lebensdauer | 8-10 Saisons bei Grundwartung |
| Version mit Drehzahlregelung | HP-124 (mit Bedienpult, zur Beschickung von Abfüllanlagen) |
Technische Daten
Flügelhonigpumpe mit 900 L/h und fester Drehzahl, auf Fahrwagen mit Rollen. 370-W-Einphasenmotor (230 V), 30 kg. Für das direkte Umpumpen zwischen Fässern und das Befüllen von Reifebehältern. Version mit Bedienpult und Drehzahlregelung: HP-124.
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