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65 % ROHPROTEIN | <180 µm KORNGRÖSSE |
Gentechnikfreies Sojakonzentrat, feiner als 180 Mikrometer vermahlen, für selbst angerührten Eiweißteig oder Futterteig. Einzelfuttermittel, kein fertiges Futter.
Mit 65 % Rohprotein ist das kein Futtermittel-Sojamehl, sondern ein Konzentrat — und genau das Verfahren, das es konzentriert, macht es für die Biene verdaulich.
01 · WANN ES GEBRAUCHT WIRD
Nektar liefert Energie; das Eiweiß kommt aus dem Pollen, und daraus entstehen die Futtersaftdrüsen der Ammenbiene, der Saft, mit dem sie die Made füttert, und die Körperreserven der Winterbiene. Wenn kein Pollen hereinkommt und das Volk weiter brütet — Start im Februar/März, eine Trachtlücke, die Erholung nach einem Rückschlag —, hält sich die Brut auf Kosten der Ammen selbst. Dort setzt ein Eiweißersatz an. Und umgekehrt: kommt Pollen herein, bleibt der Teig liegen — die Bienen bevorzugen das Natürliche.
02 · KEIN GEWÖHNLICHES SOJAMEHL
Entfettetes Futtersojamehl liegt bei 44-48 % Eiweiß; dieses erreicht 65 %, weil es einer wässrig-alkoholischen Extraktion unterzogen wird, die die löslichen Kohlenhydrate entfernt. Mit dieser Fraktion gehen auch die antinutritiven Faktoren — Trypsininhibitoren, Oligosaccharide, Saponine, β-Conglycinin —, die die Biene in herkömmlichem Soja schlecht verdaut und die mit ein Grund dafür sind, dass selbst gemachter Teig aus billigem Mehl im Futtertrog liegen bleibt. Die Vermahlung unter 180 µm tut den Rest: das Pulver bindet sich in die Masse ein, statt sich als Klumpen abzusetzen.
03 · WIE ER VERWENDET WIRD
Das Eiweiß geht in geringem Anteil hinein: Grundlage eines Teigs bleibt Zucker — Invertsirup und Dextrose —, und das Soja ist der Anteil, der das Aminogramm liefert. Die konkreten Rezepte stehen im Blog des Hauses und in den bereits beantworteten Fragen dieser Seite. Es lässt sich gut mit Bierhefe kombinieren, die ein anderes Aminosäuren- und Vitaminprofil mitbringt; viele Imker verwenden beides in derselben Masse. Zwei Hinweise aus der Praxis: trockener Teig wird nicht abgenommen — er muss plastisch bleiben, nicht brüchig —, und was im Futtertrog übrig bleibt, holt sich die Wachsmotte. Also nur so viel geben, wie das Volk in ein bis zwei Wochen wegräumt.
04 · VOR DEM KAUF
Geliefert in Säcken zu 5 kg und 25 kg. Eingestuft als Einzelfuttermittel nach Verordnung (EU) Nr. 68/2013 — eine Zutat, keine Alleinration, und kein vollwertiger Pollenersatz: es liefert Eiweiß, nicht die Lipide und Sterole des natürlichen Pollens. Sack geschlossen, trocken und vor Wärme geschützt lagern.
| ✓ PASST | Eigenen Eiweißteig oder Futterteig anrühren, um Brut ohne Polleneintrag zu halten. |
| ✕ ES IST KEIN | Fertigfutter zum Auflegen: es muss mit Zucker und Wasser angesetzt werden. |
| ⚠ ACHTUNG | Bei Polleneintrag rührt das Volk ihn nicht an. Eiweiß gibt man, wenn es fehlt. |
| LTA-Referenz | 070227 |
|---|---|
| Produkt | Vermahlenes Sojakonzentrat, gentechnikfrei (ohne GVO) |
| Rohprotein | 65 % |
| Korngröße | Unter 180 Mikrometer |
| Gewinnung | Wässrig-alkoholische Extraktion aus entfettetem Soja |
| Antinutritive Faktoren | Im Verfahren entfernt (Trypsininhibitoren, Oligosaccharide, Saponine, β-Conglycinin) |
| Einstufung | Einzelfuttermittel · Verordnung (EU) Nr. 68/2013 |
| Gebinde | Sack zu 5 kg und Sack zu 25 kg |
| Lagerung | Originalgebinde geschlossen, kühl und trocken |
1 datei verfügbar

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