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Pollen kommt nie sauber aus der Pollenfalle: Er trägt Staub der Höschen selbst mit, dazu Flügel und Beinchen, Wachsreste und Pflanzenteile vom Flugloch. Genau diese leichte Fraktion kostet die Partie ihren Wert, sobald der Käufer den Beutel öffnet. Die OPTIMA erledigt diesen Schritt mit zwei schwingenden Sieben und einem Radialventilator: Sie trennt in einem einzigen Durchgang nach Größe und nach Gewicht — Staub und Flügel über die eine Rutsche, sauberer Pollen über die andere.
Der Pollen wird über den oberen Trichter aufgegeben und fällt auf einen Satz von zwei beweglichen Sieben aus Edelstahlgewebe mit 0,5 mm Drahtstärke und Maschenweiten von 3×3 mm und 1×1 mm. Das grobe Sieb hält Klumpen, Wachs und Pflanzenreste zurück, das feine lässt den Pollenstaub durch. Gleichzeitig durchquert der Radialventilator mit vier flachen Schaufeln den Fallweg und trägt die leichte Fraktion — Flügel, Beinchen, Spreu — zur Auswurfrutsche. Der saubere Pollen verlässt die Maschine über die Öffnung von 245 × 205 mm.
Im Schaltkasten sitzen zwei getrennte Potentiometer: eines regelt die Siebgeschwindigkeit, das andere die Drehzahl des Ventilators. Das ist keine Spielerei. Ein Rapshöschen wiegt nicht so viel wie eines von der Heide, und der Luftstrom, der eine Partie sauber hinterlässt, bläst die nächste davon. Mit getrennten Reglern stellst du zuerst den Durchsatz über dem Gewebe ein und danach die Luft, bis der Auswurf schmutzig und der Pollen ganz herauskommt. Auch die Neigung des Siebs lässt sich verstellen, um die Verweilzeit des Produkts auf dem Gewebe zu verlängern oder zu verkürzen.
Der Hersteller führt das als Einsatzbedingung auf, nicht als Empfehlung: Der Pollen muss vor dem Reinigen vollständig trocken sein. Bei Feuchtigkeit verkleben die Höschen, setzen das Gewebe zu und verhalten sich nicht mehr wie lose Partikel — weder Sieb noch Luft trennen dann sauber. Der übliche Prozessrichtwert liegt zwischen 6 und 8 % Feuchte; oberhalb von 10 % steigt das Gärungsrisiko im Lager. Damit es klar ist: Diese Maschine reinigt und klassiert, aber sie trocknet nicht, friert nicht ein und sterilisiert den Pollen nicht.
Der Korpus besteht aus pulverbeschichtetem Stahlblech, während die Teile mit Produktkontakt — Trichter, Siebe und Rutschen — aus säurebeständigem Edelstahl gefertigt sind. Diese Kombination erklärt, warum die Maschine bei 22 kg bleibt und nicht bei den gut vierzig eines komplett aus Edelstahl gebauten Rahmens: Eine Person stellt sie allein auf die Werkbank und nimmt sie wieder herunter. Gereinigt wird mit heißem Wasser und in der Lebensmittelindustrie zugelassenen Mitteln, wobei die elektrischen Bauteile geschützt und die Maschine vor dem Einlagern getrocknet wird.
Mit bis zu 60 kg/h steht die OPTIMA auf der mittleren Stufe: mehr Maschine als ein Luftsäulenreiniger für den Eigenbedarf, weniger als ein Schleuderraumgerät mit 45-Liter-Trichter. Ihre 900 × 400 × 650 mm passen auf eine gewöhnliche Werkbank. Sie läuft ausschließlich in Innenräumen und braucht mindestens 5 °C Umgebungstemperatur zum Starten; gelagert wird trocken und über 0 °C. Ein ehrlicher Hinweis zur Handhabung: Da nach Kaliber und Gewicht getrennt wird, kann jeder Fremdkörper mit ähnlicher Größe und Dichte wie ein Höschen — ein Steinchen, eine Kalkbrut-Mumie — die Siebung passieren; die Sichtkontrolle vor dem Abfüllen bleibt also nötig.
| Marke | Lyson ® |
|---|---|
| Lyson-Artikelnummer | W3215 |
| Baureihe | Optima |
| Durchsatz | Bis zu 60 kg/h |
| Korpus | Pulverbeschichtetes Stahlblech |
| Teile mit Pollenkontakt | Säurebeständiger Edelstahl |
| Siebe | 2 bewegliche Siebe — Edelstahlgewebe, 0,5 mm Draht, Maschenweite 3×3 mm und 1×1 mm |
| Ventilator | Radial, 4 flache Schaufeln, drehzahlregelbar |
| Siebmotor | 250 W, drehzahlregelbar |
| Ventilatormotor | 87 W |
| Stromversorgung | 230 V / 50 Hz |
| Abmessungen | 900 × 400 × 650 mm (L × B × H) |
| Auslauf für sauberen Pollen | Rutsche 245 × 205 mm |
| Gewicht | 22 kg |
| Herstellergarantie | 24 Monate |
1 datei verfügbar
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